Der Zürcher Regierungsrat und Finanzdirektor Ernst Stocker präsentierte am Freitag das Budget fürs kommende Jahr sowie Eckpunkte der Finanzplanung. Dabei verriet er auch die Erwartungen bei den kantonalen Spitalbetrieben – und die wirken erfreulich: Universitätsspital Zürich und Kantonsspital Winterthur rechnen für 2026 mit einem positiven oder ausgeglichenen Ergebnis, so der Regierungsrat.
Beide Häuser prognostizieren fürs kommende Jahr massiv bessere Werte als noch für 2025 budgetiert. Konkret sollte das Ergebnis des USZ um 29 Franken Millionen und das Resultat des KSW um 11 Millionen Franken besser ausfallen als das Geschäftsjahr 2025.
Und am Ende sieht der kantonale Budgetentwurf 2026 fürs Unispital einen Gewinn von 9,85 Millionen Franken vor (bei Investitionsausgaben von 165 Millionen Franken). Das Kantonsspital Winterthur, so die Erwartung, dürfte ausgeglichen abschliessen (bei Investitionsausgaben von 38 Millionen Franken).
2023 waren es zusammen noch 100 Millionen
Zum Vergleich: Im letzten Geschäftsjahr 2024 hatte der USZ-Verlust noch 30 Millionen Franken betragen, 2023 setzte es einen Verlust von sogar 49 Millionen Franken.
Und das Kantonsspital Winterthur
erzielte 2024 ein Minus von 21,6 Millionen Franken; im 2023 waren es noch 49,5 Millionen gewesen.
Das USZ sendete bereits
in der vergangenen Woche Turnaround-Signale aus: Die Direktion meldete, dass das Haus im ersten Halbjahr 2025 einen Gewinn von 17 Millionen Franken erzielt hatte – nach einem Verlust von 19 Millionen im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag bei 867 Millionen Franken. Höhere Patientenzahlen, ein höherer Case-Mix, stärkere Fokussierung, Kostendisziplin: Das waren die Erklärungen für das durchaus etwas überraschende Ergebnis.