Kantonsspital Winterthur kämpft sich zurück

Mehr Patienten, strikteres Kostenmanagement, verbesserte Abläufe: Das KSW konnte letztes Jahr den Verlust halbieren.

, 14. März 2025 um 08:52
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Das Kantonsspital Winterthur schrieb 2024 zwar ebenfalls rote Zahlen – aber sie waren nicht mehr tiefrot: Das Minus betrug 21,6 Millionen Franken, im Vorjahr 2023 waren es noch 49,5 Millionen gewesen.
Zur Entwicklung trug bei, dass die Patientenzahlen 2024 deutlich anstiegen. Bei den stationären Fällen betrug der Zuwachs 10 Prozent: Insgesamt behandelte das KSW 30'900 Personen stationär und verzeichnete mit 2154 Babys einen neuen Geburtenrekord (+7,4 Prozent). Zugleich führte das Kantonsspital 343’400 ambulante Konsultationen durch (+5,1 Prozent).
Damit stieg der Ertrag um 7,8 Prozent auf 653 Millionen Franken. Im Vergleich dazu wuchs der Aufwand weniger stark, nämlich um 2,9 Prozent auf 675 Millionen Franken – dies «dank striktem Kostenmanagement und verbesserten Abläufen», wie das KSW erklärt.
«Das KSW hat eine hohe Anziehungskraft für Patientinnen und Patienten, was sich im Leistungswachstum zeigt», kommentiert CEO Guido Speck den Jahresabschluss. Damit habe das Haus «ein wichtiges Etappenziel zurück in die Gewinnzone erreicht.» Bis 2026 will das KSW wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren.
KSW: Jahresbericht 2024

  • Auch Unispital Zürich mit besserem Jahresergebnis: 2024 behandelte das USZ stationär wie ambulant mehr Patienten. Damit konnte der Verlust gesenkt werden.


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