Mayo Clinic, Toronto General Hospital, Cleveland Clinic, Karolinska, Massachusetts General: Diese fünf Namen zieren die Spitze der «Newsweek»-Liste der besten Spitäler der Welt. In den beiden Vorjahren hatte sich erstmals ein Schweizer Haus in die Top Ten geschoben: Im Ranking «The World’s Best Hospitals» landete das Universitätsspital Zürich jeweils Rang 10. Und jetzt noch eine kleine Verbesserung: Das USZ schob sich 2026 vor auf Platz 9.
Andererseits mussten sich zwei Schweizer Häuser aus der Spitzengruppe verabschieden: Das Lausanner Unispital CHUV rutschte von Rang 15 im Vorjahr auf Rang 21 ab. Das Universitätsspital Basel, im Vorjahr auf Rang 12, gelangte nun noch auf Platz 23.
Das US-Magazin «Newsweek» veröffentlicht jeweils Ende Februar eine vielbachtete Liste der besten Spitäler dieser Erde; sie wird erarbeitet mit der Daten-Firma Statista, sie analysiert 250 Häuser und basiert dabei unter anderem auf einer Online-Umfrage bei 85’000 Ärztinnen, Spitalleitern und Pflegefachleuten aus 30 Staaten. Diese Personen werden zum Beispiel gefragt, welche Spitäler sie im eigenen Land sowie im Ausland empfehlen würden.
Für die Rangliste ziehen die «Newsweek»- und Statista-Teams zudem Patientenbefragungen und diverse Qualitätsbewertungen bei.
Bemerkenswert ist aus Schweizer Sicht ein anderes Haus: Die Genfer Universitätsspital-Gruppe HUG machte einen regelrechten Sprung auf Platz 19 (und überholte dabei auch das CHUV und das USB). Schon im Vorjahr hatte es das Genfer Universitätsspital geschafft, um 10 Ränge vorzurücken.
Ebenfalls positiv fielen die Klinik Hirslanden Zürich (Rang 56, +9, im Vorjahr +7) sowie das Inselspital auf (Rang 131, +9, im Vorjahr +55) – wobei «die Insel» immer noch hinter dem «Lokalrivalen» Lindenhof (Rang 123) platziert wird.
Auf den Spitzenplatz kam einmal mehr – wie 2025, 2024 und 2023 – die Mayo Clinic in Rochester: eine erwartungsgemässe Einschätzung. Das Stockholmer Karolinska, das sich auf Rang 4 verbessern konnte, war das beste europäische Haus. Die Berliner Charité folgt auf Platz 8.
Natürlich darf die Rangliste nicht überwertet werden. «Newsweek» nimmt nur 250 Spitäler auf, die für diese Art der Bewertung geeignet sind. Viele starke Spitäler kommen also gar nicht erst in die Auswahl. Auch ist ein international bekannter Name einer Klinik von Vorteil, zumal wenn sich der Standort im angelsächsischen Raum befindet.
Insgesamt darf man diesen globalen «Schönheitswettbewerb» aber doch als Kompliment für die Schweizer Gesundheitsbranche sehen. Denn die hiesigen Universitätsspitäler haben eine Präsenz, die in keinem Verhältnis zur Grösse des Landes stehen.
Die Unikliniken von Zürich, Lausanne und Basel spielen schon seit Längerem im höheren Bereich, und nun gesellt sich mit dem HUG gesellt sich ein weiteres Haus in die erweiterte Spitzengruppe.
Zugleich schaffte das USZ dabei einen stetigen Aufstieg von Rang 15 im Jahr 2022 auf Rang 12 im Jahr 2023, Rang 10 im Jahr 2024 und nun Rang 9.