Bern: 100 zusätzliche Medizin-Studienplätze

Der Kanton Bern will den Medizinalstandort weiter stärken: Die Universität Bern bietet demnächst 100 zusätzliche Studienplätze in Humanmedizin an.

, 1. Juli 2016 um 10:18
image
  • kanton bern
  • ausbildung
  • medizinstudium
  • ärztemangel
Der Berner Bern Kantonsregierung und die Leitung der Universität Bern haben beschlossen, die Zahl der Medizin-Abschlüsse zu erhöhen: Ab dem 1. August 2018 wird die Universität Bern pro Jahrgang 100 zusätzliche Studienplätze anbieten. Dies teilt die Berner Regierung am Freitag mit.
Der Ausbau mache die Medizinische Fakultät der Universität Bern zur grössten der Schweiz und stärke den Medizinalstandort Bern, steht in der Mitteilung weiter. 

Räume im ehemaligen Zieglerspital  

Um den nötigen Platz für die Studierenden zu schaffen, mietet der Kanton Räumlichkeiten im Renferhaus des ehemaligen Zieglerspitals in Bern. 
Der Mietvertrag für die Nutzung von drei Geschossen mit einer Fläche von 2400 Quadratmetern sei bereits unterzeichnet.

Kosten sind gedeckt 

Die zusätzlichen Kosten für die neu geschaffenen Studienplätze beziffert der Kanton auf rund 20 Millionen Franken pro Jahr. Er könne vollumfänglich im Rahmen des bestehenden Finanzierungsmodells gedeckt werden. 
Zudem wollen die Betreiber einen Antrag auf Mitfinanzierung der Anfangsinvestitionen stellen, um vom 100-Millionen-Franken-Anstossprogramm des Bundes zu profitieren. Den Ausbau wolle man aber so oder so vornehmen, heisst es weiter. 

Zahl der Studienplätze fast verdreifacht

Allein in den letzten zehn Jahren hat die Universität Bern die Zahl der Studienplätze in der Humanmedizin ausgebaut – von 125 Studienplätzen im Jahr 2007 auf 220 im Jahr 2014. Mit dem Beschluss steigt deren Zahl per 1. August 2018 um weitere 100 Plätze auf 320 Plätze pro Jahr.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Luzern: Ende des Ärzte- und Pflegemangels in Sicht?

Im vergangenen Jahr wurden 10 Prozent mehr Bewilligungen für Gesundheitsberufe erteilt.

image

Schweizer Ärzte starten Imageoffensive

Die FMH will damit in Erinnerung rufen, wofür die Ärzteschaft eigentlich da ist: Für Sie.

image

«Hausarzt ist kein Beruf, den man subventionieren muss»

Ein Arzt macht vor, wie eine Berggemeinde zu medizinischer Versorgung kommt. Und er kritisiert Kollegen, die einfach ihre Praxis schliessen.

image

FaGe-Lehrstellen: Fast alle konnten besetzt werden

Für FaGe-Lehrlinge gilt es seit dieser Woche ernst, sie haben mit ihrer Ausbildung begonnen. In einer Medinside-Umfrage zeigen sich die befragten Spitäler zufrieden – fast alle Lehrstellen konnten besetzt werden.

image

Bundesgericht weist Beschwerde eines Medizinstudenten ab

Erneut ist ein Rechtsstreit um eine nicht bestandene Prüfung in Humanmedizin bis vor das Bundesgericht gelangt.

image

Warum diese Medizinstudentin ihr Studium abgebrochen hat

Eine Studentin aus Grossbritannien schmeisst ihr Medizinstudium hin. Es war nicht so, dass sie es nicht geschafft hätte. Nein, der Grund für ihren Ausstieg ist wirklich skurril.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.