Immer mehr Spitäler sagen unnötigen Behandlungen den Kampf an

Smarter Medicine wächst auf 40 Mitglieder. Gegen eine Fehl- oder Überversorgung im Schweizer Gesundheitswesen einsetzen will sich nun auch das Spital Davos.

, 20. April 2023 um 09:28
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Das Spital ist ein neuer Partner von Smarter Medicine.| zvg
Im Februar trat das Spitalzentrum Biel als erste Berner Institution Smarter Medicine bei. Nun will sich das Spital Davos gegen die medizinische Über- und Fehlversorgung engagieren. Das Partnernetzwerk umfasst somit neu 40 Spitäler, Fachgesellschaften, ambulante Netzwerke und andere Organisationen in der Schweiz.
Erste Massnahmen wurden in Davos bereits getroffen. So wurden Gesundheitsfachpersonen in internen Weiter- und Fortbildungen für das Thema sensibilisiert.
«Die Partnerschaft ermöglicht uns einen Austausch mit Fachpersonen aus Spitälern der ganzen Schweiz sowie den Zugang zu neuesten Forschungsresultaten und hilft uns dabei, uns stetig zu verbessern», wird Daniel Ribeiro, Chefarzt Innere Medizin des Spitals Davos, in einem Communiqué zitiert.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Vereins Smarter Medicine stehen die sogenannten «Top-5-Listen», auf denen jeweils fünf Behandlungen von medizinischen Fachrichtungen oder Gesundheitsberufen aufgeführt sind, die in der Regel keinen Nutzen bringen.

Lesen Sie weiter zum Thema:

Geburtshilfe: Diese fünf Behandlungen sind unnötig«Eine Geburt sollte nicht eingeleitet werden, nur weil das Personal in die Ferien geht»

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