Waadt: Regionalspital setzt auf Alternativmedizin

Die Établissements hospitaliers du Nord vaudois eröffnen ein Zentrum für integrative Medizin – mit Angeboten wie Hypnose und Homöopathie.

, 6. Dezember 2024 um 05:00
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Räumlichkeiten von Equylibre  |  Bild: PD eHnv
Die Établissements hospitaliers du Nord vaudois betreiben vier Spitäler, drei Permanencen und diverse Speziali-Ambulatorien zwischen Genfersee und Neuenburgersee. Nun startet die Regionalspital-Gruppe noch ein spezielles Programm: In Yverdon-les-Bains eröffnete sie ein Zentrum für integrative Medizin.
«EquYlibre», so der Name des Ambulatoriums, verbindet Schulmedizin und komplementäre Therapien. Die Patienten sollen dort ganzheitliche Betreuung und Berücksichtigung ihrer Geschichte und ihrer Besonderheiten betreut werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prävention sowie der langfristigen Gesundheit.

Von Akupunktur bis Sonotherapie

Angeboten wird unter anderem Akupunktur, funktionelle Medizin, Sonotherapie, Hypnose oder Homöopathie. Durch die Kombination mit anderen Spitalabteilungen – etwa dem Schmerzzentrum im gleichen Gebäude – soll diese Synergie eine individuelle, sichere und hochwertige Versorgung bieten.
«Equylibre verkörpert eine Medizin, die über die Symptome hinaus heilt, indem sie den Menschen in seiner Gesamtheit, mit seinen Besonderheiten und seiner Geschichte berücksichtigt», sagt Monica Pagin, die medizinische Leiterin des Zentrums: «Unsere Aufgabe ist es, eine qualitativ hochwertige Betreuung anzubieten, die im Zuhören und Wohlwollen verankert ist.»
  • Hypnose: Wirksam, zweckmässig, wirtschaftlich – und ignoriert. In den Spitälern der Romandie sind Hypnosetherapien bereits verankert. Wann folgt die Deutschschweiz?
  • «Kritiker der Komplementärmedizin haben eine zu einseitige Sicht». SP-Ständerätin Franziska Roth kritisiert die Haltung von Gegnern der Komplementärmedizin.

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