SRO trennt sich von der Langzeitpflege

Zuerst die Geburtenabteilung, jetzt die Langzeitpflege: Die Spital Region Oberaargau trennt sich von ihren vier Pflegestandorten.

, 7. August 2025 um 05:52
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Daniel Schmid, SRO-Verwaltungsratspräsident (links) und Walter Grossenbacher, Präsident der Stiftung Lebensart zeigen sich erfreut über den Deal. Bild: Urs Graber, Stiftung Lebensart
Turbulente Zeiten für die Spitalregion Oberargau: Anfang Juni kündigte der damalige CEO Andreas Kohli nach 15 Jahren überraschend und per sofort wegen «unterschiedlicher Auffassungen in strategischen Fragen und deren operativer Umsetzung».
Anfang Juli dann die Ankündigung, dass das Spital Langenthal als Teil der SRO, seine Geburtenabteilung per 1. Oktober 2025 einstellt.
Und nun also die Langzeitpflege. Wie die «Berner Zeitung» berichtet, zieht sich das SRO auf Anfang Jahr vollständig aus der Langzeitpflege zurück. Die SRO-Tochter Dahlia Oberaargau, mit den vier Standorten in Herzogenbuchsee, Niederbipp, Wiedlisbach und Attiswil, wird ab 2026 von der Stiftung Lebensart übernommen. Sämtliche Mitarbeitenden und Kaderpersonen werden übernommen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Rückzahlung

Die Stiftung übernimmt auch die Liegenschaft des ehemaligen Spitals in Huttwil. Das Dahlia-Pflegeheim, welches im ehemaligen Spital von Huttwil untergebracht war, wurde im April 2024 geschlossen.
Der Verkauf an die Stiftung sei ein «Gewinn für alle Seiten», wie sich SRO-Verwaltungsratspräsident Daniel Schmid gegenüber der «Berner Zeitung» zitieren lässt. Zugleich könne die SRO ihre Liquidität stärken und darüber hinaus dem Kanton auch das Darlehen von 4 Millionen Franken zurückzahlen.


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