Spital Thurgau organisiert Frauenkliniken neu

Mit dem Zusammenschluss entsteht eine der grössten Frauenkliniken der Schweiz.

, 29. September 2022 um 06:13
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Mathias Fehr, Chefarzt am Standort Frauenfeld und Frau Dr. med. Margaret Hüsler-Charles,
Die Geschäftsleitung des Spitals Thurgau führt die beiden Frauenkliniken in Frauenfeld und Münsterlingen zusammen. Dies teilt das Spital unter der neuen Leitung von Rolf Zehnder mit. Eine gemeinsame Leitungsstruktur stelle insbesondere zur standortunabhängigen optimalen Versorgung der Thurgauer Bevölkerung in allen Bereichen der Frauengesundheit eine Notwendigkeit dar.
Mit dem Zusammenschluss entsteht unter dem Klinikdirektor Markus Kuther, Chefarzt am Standort Münsterlingen, Mathias Fehr, Chefarzt am Standort Frauenfeld und Margaret Hüsler-Charles, Co-Chefärztin am Standort Frauenfeld, eine der grössten Frauenkliniken der Schweiz.

Verfügt über alle Subspezialisten

Zukünftig sollen etwa hochkomplexe chirurgische Eingriffe fachgebietsübergreifend (Chirurgie, Gynäkologie, Urologie) sowohl robotisch als auch minimal- invasiv in unserem Zentrum etabliert und weiterentwickelt werden, wie in der Mitteilung zu lesen steht.
Ein weiterer Aspekt des Zusammenschlusses liege in der Verbesserung der Ausbildungssituation für die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte. Das Spital mit Ausbildungsstatus einer A-Klinik verfügt über beide Standorte über alle Subspezialisten (Schwerpunkttitelträger) und darf diese auch ausbilden.
Folgende Zentren sind bereits etabliert und die verantwortlichen Personen sind benannt:
Gemeinsames Brustzentrum Thurgau
Leitung: Mathias Fehr | Stv. Leitung: Markus Kuther
Gynäkologisches Krebszentrum
Leitung: Markus Kuther | Stv. Leitung: Mathias Fehr
Perinatalzentrum
Leitung: Margaret Hüsler-Charles
Stv. Leitung: Norbert Wagner
Leitung Neonatologie STGAG: Peter Gessler
Blasenzentrum
Leitung: Volker Viereck
Stv. Leitung: Irena Zivanovic
Fertilitäts- und Reproduktionsmedizin (am Standort Kreuzlingen)
Leitung: Remo Lachat, Milagro

Assistenz-Rotation ab Oktober

Noch zu etablieren bleibe als grosse Herausforderung die Anerkennung als interdisziplinäre Beckenboden- und Endometriosezentrum, schreibt das Spital weiter.
Damit das Zusammenwachsen der beiden Kliniken zudem nicht nur fachlich voranschreite, will das Spital ab Oktober 2022 eine Assistenz-Rotation über beide Standorte etablieren.
Die neu organisierte gemeinsame Frauenklinik ist für die Spitalverantwortlichen ein logischer Schritt für die Herausforderungen eines ländlichen Kantons wie dem Thurgau mit den entsprechend niedrigeren Fallzahlen.
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