Spital Lachen: Warum muss der Verwaltungsratspräsident gehen?

Regionalpolitische Querelen führten zum Rücktritt von Armin Hüppin. Der Bezirk Höfe fühlte sich vernachlässigt.

, 28. März 2017, 11:47
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Nach zwei Jahren als Verwaltungsratspräsident der Spital Lachen AG gab alt Regierungsrat Armin Hüppin gestern seinen sofortigen Rücktritt bekannt (siehe hier). 
In einer Medienmitteilung wurden persönliche Gründe aufgeführt: Zwischen Hüppin und den Bezirksräten March und Höfe als Vertreter der Eigner sei es zu unüberbrückbaren Differenzen gekommen. Gleichzeitig wurde Hüppin für «sein engagiertes und umsichtiges Wirken» gewürdigt. 

Höfner fühlen sich nicht vertreten

Die Lokalzeitung «March Anzeiger» ist dem Rücktritt auf den Grund gegangen. Danach ist Hüppin von Anfang an mit Widerstand aus dem Bezirk Höfe konfrontiert gewesen. Der Höfner Bezirksammann Meinrad Kälin bestätigt gegenüber der Zeitung: «Wir Höfner fühlen uns von Armin Hüppin nicht vertreten und auch nicht ernst genommen. Aus Höfner Sicht hat einfach die Chemie nicht mehr gestimmt».
Gemäss dem Märchler Bezirksammann Daniel Feusi haben «unterschiedliche Ansichten zu verschiedenen Themen» den Ausschlag gegeben. Präzisieren will er dies nicht. Er sagt lediglich, dass die unterschiedlichen Ansichten den Spitalbetrieb nicht direkt tangiert hätten. 

«In der falschen Partei»

Armin Hüppin kann sich nicht erklären, warum ihm aus dem Bezirk Höfe Widerstand erwachsen ist. «Vielleicht bin ich in der falschen Partei», mutmasst der Sozialdemokrat in der Zeitung. 
Ihm sei eröffnet worden, dass er nicht mehr zur Wahl vorgeschlagen werde. Während eines Jahres hätte er seinen Nachfolger einarbeiten sollen, «doch das wollte ich nicht». 
An der Generalversammlung vom 27. April soll der Nachfolger präsentiert werden. Laut Daniel Feusi ist die Evaluationsphase «kurz vor dem Abschluss». Es seien valable Kandidaten vorhanden.
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