Männer sprechen kaum über das Thema Gesundheit

Geht es um Krankheiten in der Familie, sind Männer eher zurückhaltend. Dies zeigt jetzt eine Umfrage der amerikanischen Spitalgruppe Orlando Health.

, 1. Juni 2017, 09:57
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Frauen unter 35 Jahren sprechen mehr über das Thema Gesundheit als Männer im selben Alter. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen über Krebs, psychische Leiden oder sexuelle Beschwerden sprechen, liegt um 90 Prozent höher als bei Männern.
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des amerikanischen Klinik-Netzwerkes Orlando Health. So gaben zum Beispiel vier von fünf Männern an, noch nie mit einem Familienmitglied über die sexuelle Gesundheit gesprochen zu haben.

Schwierig für Ärzte

Das Fazit: Männer informieren ihre Ärzte deshalb nicht transparent genug. Das wollen die beiden Urologen Jamin Brahmbhatt und Sijo Parekattil nun ändern. Sie versuchen in diesem Jahr im Rahmen des «Drive for Men's Health», Männer dazu zu ermutigen, dass sie miteinander über Gesundheitsfragen reden, vor allem mit den eigenen Familienmitgliedern.
Väter und Grossväter müssten mit offenen Gesprächen mit ihren Kindern beginnen. «Jüngere Familienmitglieder sehen die Vorteile vielleicht nicht sofort. Wenn sie älter werden, werden sie aber froh sein, dass es diesen Austausch gegeben hat», erklärt Brahmbhatt.

Aktion «Drive for Men's Health»

Am 3. Juni werden Jamin Brahmbhatt und Sijo Parekattil sich auf eine fast 4'000 Kilometer lange Reise mit dem Tesla Model S machen. Start ist in Orlando, dann geht es über New Orleans, Houston, Los Angeles bis nach Salt Lake City. Ihr Ziel: Sie wollen Männer bei Sport-Events und in Bars informieren. Mehr dazu hier
Quelle: «Survey finds men don't talk about their family health history risks», «EurekAlert»
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