Schwieriges Jahr für Regio 144

Weniger Einsätze und ein Minus von 114'228 Franken. Und eine Veränderung im Verwaltungsrat.

, 6. Juni 2024 um 05:53
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641 weniger Einsätzen gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Regio 144 im vergangenen Jahr. Bild: PD
8473 Mal waren Rettungsteams der Regio 144 AG im Jahr 2023 ausgerückt. Das entspreche zwar einem Rückgang von 641 Einsätzen gegenüber dem Vorjahr, dieses gelte jedoch schweizweit als ein Ausreisserjahr mit Rekordzahlen und gehe nicht mit der üblichen Wachstumsentwicklung im Rettungswesen einher, so die Mitteilung.
Der Einsatzrückgang, wie er sich ebenso für das laufende Jahr andeutet, spiegelt sich auch in der Rechnung. Sie schloss 2023 erstmalig mit einem Verlust ab. Das Minus beträgt 114'228 Franken.
Dazu beigetragen habe allerdings nicht nur die Abnahme des Einsatzvolumens, sondern auch weitere wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie die seit über zehn Jahren nicht angepassten Tarife auf der einen Seite und gestiegene Kosten für Material, Treibstoff und Personal auf der anderen Seite.

Neue Verwaltungsrätin

Eine Veränderung gibt es im Verwaltungsrat: Urs Eriksson, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, wird abgelöst durch Chantal Breitenstein. Die langjährige «Regio»-Notärztin ist Ärztliche Direktorin des GZO-Spitals Wetzikon und Chefärztin des Instituts für Anästhesie und Schmerzmedizin. Alle anderen Mitglieder des Verwaltungsrates wurden einstimmig wiedergewählt.

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Chantal Breitenstein

GZO-Krise

Die Entwicklung rund um das GZO-Spital Wetzikon betrachtet man seitens der Regio 144 AG mit Sorge. Auch wenn die «Regio» als eigenständiges Unternehmen nicht in die GZO- Krise verwickelt ist. Ein Verschwinden des Partnerspitals in Wetzikon hätte dennoch Auswirkungen auf die Arbeit des Rettungsdienstes. Primär, indem Patientinnen und Patienten in andere, weitergelegene Kliniken gefahren werden müssten, was unter anderem längere Einsatzzeiten mit sich brächte.
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