Aevis: Weniger Patienten aus dem Ausland

Die Profitabilität der Privatspitalgruppe Swiss Medical Network – ehemals Genolier – kam 2015 bei leicht höherem Umsatz unter Druck.

, 24. März 2016 um 08:54
image
  • aevis
  • spital
  • jahresabschluss 2015
Die Aevis Victoria SA erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 578 Millionen Franken. Dies sind 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme wird laut einer Mitteilung auf eine Ausweitung der Aktivitäten in der Schweiz sowie eine Veränderung des Konsolidierungskreises zurückgeführt. Hingegen sei die Zahl der Patienten aus dem Ausland «substanziell» gesunken. 

Tiefere Margen

Die geringere Anzahl ausländischer Patienten und die tieferen Tarife in der Schweiz beeinträchtigten die Margen. Laut der Mitteilung wurden Massnahmen ergriffen, um diesen Effekt im laufenden Jahr zu kompensieren. 
Schon im zweiten Halbjahr 2015 kam die Gruppe nur knapp um einen Verlust herum. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda sank um fast 9 Prozent auf 33 Millionen Franken. Unter dem Strich schrieb das Unternehmen mit einem Reingewinn von 70'000 Franken knapp schwarze Zahlen.

Gehaltener Umsatz bei Swiss Medical Network

Die 15 Kliniken von Swiss Medical Network erzielten im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 484 Millionen Franken, 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings: Zum Konsolidierungskreis gehört seit dem 1. April 2015 auch die Clinique Montbrillant.
Der Umsatz der Victoria-Jungfrau Collection stieg auf 77 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte der konsolidierte Umsatz für neun Monate 61 Millionen Franken betragen. Die Luxushotelgruppe wurde im Sommer 2015 vollständig übernommen. 
Das detaillierte Jahresergebnis und der Geschäftsbericht 2015 werden am 29. April 2016 publiziert.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.