Sektionen des Pflegefach-Berufsverbands lösen sich auf

Mit etwas Wehmut nehmen die bisherigen regionalen Sektionen des Berufsverbands Abschied. Ab nächstem Jahr gibt es nur noch eine gesamtschweizerische Organisation.

, 19. November 2025 um 15:00
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Gemeinsamer Abschied von der SBK-Sektion Zürich/Glarus/Schaffhausen: (von links) Geschäftsführer Kuno Betschart, Yvonne Ribi, Geschäftsführerin des nationalen Berufsverbands, und Keti Widmer, Vizepräsidentin der Sektion. | SBK
«Eine lange und erfolgreiche Sektionsgeschichte geht nun zu Ende. Es überwiegt aber der Stolz über das Erreichte, nicht etwa traurige Gefühle. Es ist uns gelungen, den SBK sichtbarer und gewichtiger zu positionieren: Für eine starke Pflege!» Mit diesen Worten kommentierte Monika Anderegg, die Präsidentin des Berufsverband der Pflegefachpersonen Sektion Zürich/Glarus/Schaffhausen, die allerletzte Hauptversammlung.
Den bisher eigenständigen Verein wird es nicht mehr geben. Er geht ab Januar 2026 im nationalen Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) auf.
Im März hatte der SBK dieser grossen Neuorganisation zugestimmt. Sie soll dem Berufsverband schlankere Strukturen geben. Im Juni wurde zudem der neue Pflege-Dachverband Alliance Care gegründet. In diesem Fachverband sind auch die Freiberuflichen vom Verband Curacasa und der Verband Swiss HCA – er vertritt die Health Care Assistants – Mitglieder.
Im neuen Dachverband können auch Fachpersonen Gesundheit (FaGe), Assistentinnen und Assistenten Gesundheit und Soziales (AGS) sowie weitere in der Pflege tätige Personen Mitglied werden. Der SBK bleibt der Berufsverband der Diplompflege.
Muss ich als Mitglied vom SBK dem neuen Dachverband beitreten?
Nein. Die Mitglieder des SBK bleiben automatisch Mitglieder – einfach künftig vom nationalen Verband und nicht mehr vom SBK und einer Sektion. Zusätzlich sind alle SBK-Mitglieder ab Januar 2026 auch Mitglieder von Alliance Care, dem Dachverband Pflege.
Als erste Sektion hat Genf am 26. August der Fusion zugestimmt. Neuchâtel/Jura, Aargau/Solothurn und Graubünden haben ebenfalls alle einstimmig die Fusion beschlossen. 11 der 13 bisherigen Sektionen werden am 1. Januar unter dem Dach des nationalen Verbands SBK sein. Nur die beiden Sektionen Bern und Basel sind noch nicht so weit. Sie werden voraussichtlich Mitte oder Ende 2026 mit dem Schweizer Verband fusionieren.
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