Die Davoser SVP will das Angebot des Spitals straffen. In einem Vorstoss fordert sie, dass das Spital «nicht im gleichen Rahmen wie bisher weitermachen» soll und «bei der Festlegung der
Spitalstrategie offen für aktuell noch unbekannte Lösungen» sein soll, wie die
«Südostschweiz» meldet.
Der Kleine Landrat soll eine umfassende Prüfung vornehmen und darauf aufbauend eine neue Eignerstrategie für das Spital formulieren. Vor allem sollen die Leistungen des Spitals auf drei Bereiche reduziert werden: Notfallversorgung, spezialisierte orthopädische Endoprothetik (künstliche Implantate) und Altersmedizin.
Geprüft werden soll auch, ob der Betrieb von einem allgemeinen Regionalspital auf ein spezialisiertes Modell mit 25 bis 30 Betten umgestellt werden könnte. Im Gegenzug sollen unter Umständen die stationäre Geburtshilfe und die Sportmedizin gestrichen werden.
Die Davoser Regierung soll auch prüfen, ob der operative Spitalbetrieb mit einem Leistungsauftrag ausgelagert werden könnte. Erst nach dieser Prüfung sollen die Pläne für einen Um- und Neubau weiterverfolgt werden.
Droht die Schliessung einer Geburtenabteilung, ist der Aufschrei gewiss. Dabei könnten sich Spitäler mit unter 600 Geburten eine Geburtenabteilung gar nicht leisten. Hauptgrund: die Vorhalteleistungen.
Forderungen erinnern an Strategie des Spitals Muri
Muri verfolgt nun eine neue Angebotsstrategie: Statt der defizitären Geburtshilfe baut das Spital Fachbereiche mit wachsender Nachfrage in der Region aus. Konkret heisst das: Die ehemalige Wochenbett-Station wird zu einer interdisziplinären Station für Akutgeriatrie und Alterstraumatologie umfunktioniert. Ein Schwerpunkt wird der Ersatz von Hüft- und Kniegelenken sein.
Neue Privatstation Muri-Deluxe
Das Spital erweitert auch sein seit rund zwei Jahren bestehende Muri-Deluxe-Angebot für zusatzversicherte Patienten. Im Frühjahr wird eine Bettenstation im vierten Stock zur Privatstation ausgebaut.