Regierung muss Lohn des LUKS-Präsidenten prüfen

195'000 Franken für den Spital-Verwaltungsrats Martin Nufer seien «ausufernd», kritisierte eine Politikerin.

, 22. Oktober 2025 um 07:03
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Martin Nufer, seit diesem Jahr Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Luzern. | PD
Im Mai wurde publik, dass die Luzerner Kantonsregierung den Lohn für den Verwaltungsratspräsidenten des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) – derzeit ist das Martin Nufer – massiv erhöhen will. Das Honorar, das bisher auf maximal 150'000 Franken beschränkt war, soll auf 195'000 Franken steigen.
Gestern hat das Kantonsparlament die Regierung zurückgepfiffen: Sie muss prüfen, ob der neue Lohn für den Spital-Verwaltungsratspräsidenten aufgrund der aktuellen Arbeitslast und im Vergleich zum schweizerischen Durchschnitt tatsächlich gerechtfertigt sei.
Weil das Arbeitspensum nur 40 bis 50 Prozent beträgt, würde der neue Lohn auf eine Vollzeitstelle gerechnet gegen 400'000 Franken betragen. Das übersteigt den Lohn eines Luzerner Regierungsrats um über 100'000 Franken.
Laut der «Luzerner Zeitung» bezeichnete die SP-Parlamentarierin Priska Fleischlin ein solches Salär als «ausufernd». Eine Anpassung der Löhne werde von der Bevölkerung gefordert. Heidi Scherer von der FDP fand hingegen, die Entschädigungen müssten marktgerecht sein, da Unternehmen wie das Kantonsspital im Wettbewerb zu privaten Firmen stehen würden. Man solle sich am schweizerischen Durchschnitt orientieren.

Löhne der VR-Präsidenten immer höher

Die Honorare für die Verwaltungsratspräsidenten von Schweizer Spitälern sind in den letzten Jahren stark gestiegen.
Noch im Jahr 2019 erhielt der LUKS-Verwaltungsratspräsident – damals war es Ulrich Fricker – 115’000 Franken.
Mittlerweile erhält der Verwaltungsratspräsident des Universitätsspitals Zürich, André Zemp, 160'000 Franken. Bernhard Pulver von der Inselgruppe wird mit rund 168'000 entschädigt. Robert-Jan Bumbacher, sein Amtskollege beim Universitätsspital Basel, erhielt letztes Jahr 151'400 Franken.

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