Stabübergabe am Ospidal im Unterengadin

18 Jahre war Frank Kuhlhoff am Ospidal in Scuol für die Orthopädie und Traumatologie zuständig. Nun tritt er ab. Sein Nachfolger heisst Alexander Kerber.

, 1. Juli 2022 um 06:17
image
  • spital
Der Chefarzt-Posten am Ospidal in Scuol scheint begehrt zu sein: 17 Personen haben sich für die Nachfolge von Frank Kuhlhoff beworben. Das Rennen machte schliesslich Alexander Kerber, der bereits seit 2016 als Leitender Arzt in einem 25 Prozent-Pensum am Ospidal tätig ist. Die neue Stelle tritt er am 1. Juli an.
Der Facharzt für Orthopädie und Traumatologie hat sich auf Prothetik spezialisiert. Er war bisher auch noch im Spital Nidwalden angestellt. Jetzt lebt er ganz im Engadin, die Familie wird nachziehen, sobald ein geeigneter Wohnraum gefunden wird, wie das Ospidal mitteilt.
Frank Kuhlhoff wird weiterhin im Spital tätig sein. Er behält ein Pensum von 25 Prozent als Leitender Arzt für die Unterstützung des Teams.

375 Stellenprozente

Es war vor 18 Jahren, als Frank Kuhlhoff in Scuol als Facharzt für Chirurgie und Sportmedizin angefangen hat. Damals wirkten in dieser Abteilung nur zwei Ärzte mit je einem 100-Prozent-Pensum. Inzwischen teilen sich fünf Ärzte 375 Stellenprozente.
«Durch die Splittung konnten wir ein Team aufstellen, welches hoch spezialisiert ist», wird Kuhlhoff in der Medienmitteilung zitiert. Ein sehr breites Spektrum könne abgedeckt werden, von Schultereingriffen bis Handchirurgie. 
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Jede Notfall-Konsultation kostet 460 Franken

Notfallstationen werden immer öfter besucht. Eine Obsan-Studie bietet nun Zahlen dazu. Zum Beispiel: 777'000 Personen begaben sich dreimal in einem Jahr auf den Spital-Notfall.

image

Pharmagelder 2024: Zuwendungen an Schweizer Ärzte steigen leicht

2024 erhielten Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften zusammen 262 Millionen Franken – 16 Millionen mehr als im Jahr davor.

image

Ob FaGe, Apotheker, Physio oder Chefärztin: Das verdient man im Gesundheitswesen

Wie steht es um Ihr Gehalt? Hier finden Sie die Standard-Monatslöhne der wichtigsten Berufe in der Gesundheitsbranche.

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebens-Formel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Auf dem richtigen Weg

Der Markt für Krankenhaus-Informationssysteme (KIS) befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche sowie die Erwartungen der Kliniken beleuchtet Dirk Müller, Director Product Management CIS4U bei Dedalus HealthCare.

image

Interprofessionelle Visiten auf dem Prüfstand

Die Visiten werden geschätzt, aber nicht alle Beteiligten sind gleich zufrieden. Vor allem die Pflege bemängelt ihre Einbindung und sichtet Verbesserungs-Chancen. Dies zeigt eine Umfrage in Schweizer Spitälern.

Vom gleichen Autor

image

Zusatzversicherungen: Warum Genf doppelt so teuer ist wie Bern

Zimmer mit Aussicht, flexiblere Besuchszeiten, höherer Pflegeschlüssel, freie Arztwahl: Der Mehrwert einer Spitalzusatzversicherung muss klar ausgewiesen werden. Daniel Rochat von der Swica erläutert, welche Leistungen heute als Mehrwert gelten.

image

Bürokratie in der Reha - Kritik am Bundesrat

Die Antwort der Regierung auf eine Interpellation zur Entlastung der Rehabilitation überzeugt kaum – Reformvorschläge bleiben vage, die Frustration wächst.

image

Das Kostenfolgemodell lässt auf sich warten

Der Ständerat überweist die Motion Wasserfallen an die zuständige Kommission. Man nennt dies Verzögerungstaktik.