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Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern

Interview von Unite mit Andrea Raida M.Sc., Projektleiterin Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, über Ergebnisse des Forschungsprojekts «Green Hospital»

, 25. Mai 2025 um 22:00
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Wie können Spitäler in der Schweiz effizienter und gleichzeitig umweltverträglicher wirtschaften? Andrea Raida, M.Sc., Projektleiterin Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, spricht im Interview mit dem Beschaffungsanbieter Unite über zentrale Erkenntnisse aus dem interdisziplinären Forschungsprojekt „Green Hospital“. Das Projekt wurde im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 73 „Nachhaltige Wirtschaft“ durchgeführt und untersuchte erstmals systematisch die Umweltwirkungen im Schweizer Gesundheitswesen.
Das Gesundheitswesen in der Schweiz für rund 7 % der nationalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Laut der Studie entsteht die Umweltbelastung dabei in nahezu allen Bereichen des Spitalbetriebs: 26 % entfallen beispielsweise auf die Wärmeerzeugung, 17 % auf die Verpflegung, 15 % auf die Gebäudeinfrastruktur und 7 % auf medizinische und Haushaltsprodukte.
Schon mit vergleichsweise einfachen Massnahmen lassen sich deutliche Fortschritte erzielen, etwa durch einen effizienteren Materialverbrauch. Das Forschungsprojekt zeigt: Bis zu 60 % der Lagerartikel können reduziert werden, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen. Digitale Lösungen spielen hierbei eine Schlüsselrolle – sie ermöglichen präzisere Bedarfsprognosen, reduzieren Überbestellungen und helfen, CO₂-Emissionen zu senken. Ein konkretes Beispiel: Der Einsatz digitaler Speisebestellsysteme kann im Schnitt über 11.000 Kilogramm CO₂-Äquivalente pro Jahr einsparen. Auch Massnahmen wie Gerätepooling oder vernetzte Materialflüsse tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig wirtschaftlich effizient zu handeln.
Im Interview spricht Andrea Raida zudem darüber, wie Nachhaltigkeit im Spitalbetrieb strukturell verankert werden kann – etwa durch klare Verantwortlichkeiten, messbare KPIs und transparente Kommunikation über Fortschritte und Einsparungen.
Das vollständige Interview mit weiteren Studienergebnissen und Handlungsempfehlungen können Sie hier nachlesen.

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