Direktor des Kantonsspitals geht – sofort

Stefan Lichtensteiger ist nicht mehr CEO des Kantonsspitals St. Gallen. Sein Stellvertreter hat bereits übernommen.

, 4. Dezember 2024 um 12:29
image
Stefan Lichtensteiger (56) ist nicht mehr Direktor des Kantonsspitals St. Gallen. | PD
Sie «beenden die Zusammenarbeit», heisst es in der Medienmitteilung: Der Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde und Stefan Lichtensteiger, Direktor des Kantonsspitals St. Gallen, sind «mit Blick auf die bevorstehende Fusion der St. Galler Spitalverbunde im gegenseitigen Einvernehmen zu diesem Entscheid gekommen».
Eigentlich war vorgesehen, dass Lichtensteiger im Januar 2025 CEO des Zusammenschlusses der vier St. Galler Spitalverbunde wird.
Der 56-Jährige leitete das Kantonsspital seit Mai 2022. Er trat damals die Nachfolge von Daniel Germann an, der in Pension ging. Vorher war Lichtensteiger während zwölf Jahren CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (SR RWS).

Stellvertreter hat übernommen

Die interimistische Leitung hat der langjährige bisherige stellvertretende CEO Simon Wildermuth übernommen.
image
Simon Wildermuth übernimmt zwischenzeitlich die Leitung des Spitals. | PD
«Die Übernahme der operativen Leitung des Kantonsspitals St. Gallen erfolgte zu einem schwierigen Zeitpunkt», schreibt der Verwaltungsrat. «So sahen sich die vier St. Galler Spitalverbunde im September 2023 aufgrund ihrer damaligen finanziellen Situation gezwungen, einschneidende Massnahmen in allen Kostenbereichen zu treffen.»
Wegen unterschiedlicher Managementauffassungen sei der Verwaltungsrat nun gemeinsam mit Stefan Lichtensteiger zum Schluss gekommen, künftig getrennte Wege zu gehen.
  • Abonnieren Sie den Medinside-Newsletter: 1 Klick, und Sie erfahren 2 mal pro Woche, was in der Branche läuft. Aus dem Gesundheitswesen, für die Gesundheitsprofis.

  • spital
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Interprofessionelle Visiten auf dem Prüfstand

Die Visiten werden geschätzt, aber nicht alle Beteiligten sind gleich zufrieden. Vor allem die Pflege bemängelt ihre Einbindung und sichtet Verbesserungs-Chancen. Dies zeigt eine Umfrage in Schweizer Spitälern.

image

Sparprogramme reichen nicht: Das Spitaljahr im Check

Kooperationen, weniger Angebote, effizientere Abläufe, Schliessungen, Nullrunden bei den Löhnen: Die öffentlichen Akutspitäler haben viel getan, um die Finanznot zu bekämpfen. Fazit: So geht es trotzdem nicht weiter.

image

Spitäler 2025 und 2026: Bessere Margen – aber grosse Tarif-Fragezeichen

Die Finanzchefs der Schweizer Spitäler erwarten fürs Erste eine etwas bessere Rentabilität. Zugleich sorgt das neue Tarifsystem für Unsicherheit. Die Erwartungen reichen von Mehreinnahmen bis zu spürbaren Einbussen.

image

Spitalhygiene: Geschlechtsneutrale WCs bergen ein Risiko

In schottischen Krankenhäusern wurden Damen-, Herren- und Unisex-Toiletten auf Keime geprüft. Heraus kamen drastische Unterschiede.

image

Eine Zusammenarbeit, vernetzt wie das Gefässsystem

Wie in den meisten anderen medizinischen Fachbereichen setzt das Spital Lachen auch in seinem Gefässzentrum auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie garantiert den Patientinnen und Patienten eine professionelle und ganzheitliche Diagnostik, Behandlung und Nachbehandlung.

image

Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern

Interview von Unite mit Andrea Raida M.Sc., Projektleiterin Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, über Ergebnisse des Forschungsprojekts «Green Hospital»

Vom gleichen Autor

image

Freiburger Spital eröffnet Abteilung für Gewaltmedizin

Freiburg hat eine Anlaufstelle für Gewaltopfer: Das Spital bietet ihnen eine klinische Untersuchung mit Dokumentation der Verletzungen nach forensischen Standards.

image

Hirslanden und Sanitas bieten Zusatzversicherten Komplementärmedizin im Spital

Die Klinik Hirslanden in Zürich arbeitet mit der Sanitas-Krankenkasse zusammen: Patienten mit Zusatzversicherung erhalten integrativ-medizinische Behandlungen.

image

«Extrem unüblich»: Zweifel an der Sorgfalt eines Proktologen

Massive Komplikationen und der Verdacht auf Überarztung: Die SRF-Sendung «Kassensturz» nahm einen inzwischen verstorbenen Zürcher Enddarm-Spezialisten ins Visier.