Die Lindenhofgruppe konzentriert ihre Spitalbetten auf zwei Standorte; den Spitalstandort Engeried gibt sie auf. Künftig wird es dort nur noch ambulante radiologische Leistungen und Praxen der Lindenhof-Belegärzte geben.
Als Gründe für die Aufgabe nennt die Lindenhofgruppe in ihrer Mitteilung Fachkräftemangel, Wirtschaftlichkeit und gesetzliche Anforderungen.
Die stationären Leistungen der Chirurgie und der Inneren Medizin sowie die spezialisierte Palliativ Care werden bis Anfang 2026 an das Lindenhofspital überführt. Die ambulante Physiotherapie wird sowohl am Lindenhof wie am Sonnenhof weitergeführt.
Einfacherer Personaleinsatz, kürzere Wege
Für die Berner Spitalgruppe bringe die Konzentration des Leistungsangebots viele Vorteile: Die Interdisziplinarität und Interprofessionalität würden erleichtert. Bei Ausfällen von Mitarbeitenden könne besser ausgeholfen werden und Bettensperrungen könnten verringert werden, heisst es in der Mitteilung. Wie das Spitalgebäude im Engeried künftig genutzt wird, ist noch nicht entschieden.
Der Standort Lindenhof wurde ausgebaut. | PD
Die Mitarbeitenden am Standort Engeried wissen bereits seit Juni 2024 von der geplanten Schliessung. Über 80 Prozent von ihnen würden auch künftig in der Lindenhofgruppe arbeiten.
«Wir sind sehr froh, dass wir nach über eineinhalb Jahren Lösungen gefunden haben. Die Fokussierung des Leistungsangebotes am Lindenhof- und Sonnenhofspital macht aus vielen Blickwinkeln Sinn und dient unseren Mitarbeitenden wie unseren Patientinnen und Patienten», lässt sich CEO Jan Wiegand in der Mitteilung zitieren.
Von diesem Entscheid nicht beeinflusst sind die Pläne der Lindenhofgruppe, in Bern an einem
neuen Standort ein Spital zu bauen. Im Juni 2024 wurde bekannt, dass ein Neubau auf dem Springgarten-Areal im Berner Wankdorf
grundsätzlich möglich ist.
So könnte das neue Spital auf dem Springgarten-Areal aussehen. | Visualisierung IAAG Architekten