36 Patienten pro Tag: Rega-Einsätze nehmen weiter zu

Die Rega war 2025 häufiger im Einsatz als im Vorjahr. Die Crews versorgten insgesamt 13’168 Patienten, die Einsatzzentrale organisierte über 20’000 Einsätze.

, 10. Februar 2026 um 05:19
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Bild: Schweizerische Rettungsflugwacht Rega. Bild: zvg
Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega hat im Jahr 2025 mehr Einsätze geflogen und mehr Patientinnen und Patienten betreut als im Vorjahr. Insgesamt erhielten 13’168 Menschen medizinische Hilfe aus der Luft – ein Plus von 2,5 Prozent, das im Rahmen der durchschnittlichen Entwicklung der vergangenen fünf Jahre liegt.
Im Schnitt versorgten die Rega-Crews 36 Patientinnen und Patienten pro Tag. Der Grossteil von ihnen, 11’812 Personen, wurde mit Helikoptern transportiert, weitere 1’356 Patientinnen und Patienten brachte die Rega mit Ambulanzjets oder Linienflugzeugen medizinisch betreut in ihre Heimat zurück.
Auch die Einsatzzentrale war stärker gefordert: Sie organisierte 20’463 Einsätze, knapp 800 mehr als im Vorjahr. Das entspricht durchschnittlich 56 Einsätzen pro Tag und liegt rund 7 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Die Zahl der Einsätze und jene der betreuten Patienten sind nicht deckungsgleich, da teils mehrere Personen gleichzeitig transportiert werden, Suchflüge ohne Patiententransport stattfinden oder die Rega auch Einsätze von Partnerorganisationen wie der Bergrettung koordiniert.

Helikoptereinsätze

Die Helikoptereinsätze nahmen 2025 um 3,7 Prozent auf 15’265 Flüge zu. Besonders deutlich stieg die Zahl der Primäreinsätze direkt am Ereignisort (+5,0 %), während die Sekundäreinsätze zwischen Spitälern leicht zurückgingen (–5,1 %).
International blieb die Rega ebenfalls stark gefordert. 2’590 Personen wandten sich 2025 aus dem Ausland an die Rega, für 1’356 von ihnen war eine medizinisch begleitete Rückführung in die Schweiz notwendig. Die drei Ambulanzjets absolvierten 1’049 Einsätze, etwas mehr als im Vorjahr. Wo medizinisch vertretbar, organisierte die Rega Rückreisen auch per Linienflug – eine ökonomisch und ökologisch schonendere Alternative.


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