Der Onkologe und Immuntherapie-Forscher
George Coukos verlässt Lausanne und übernimmt in den USA die Leitung des neu gegründeten «Ludwig Laboratory for Cell Therapy» des Ludwig Institute for Cancer Research.
Das teilt das Ludwig Institute mit.Coukos, bislang Direktor der Lausanner Niederlassung des Ludwig Institute, kehrt damit nach mehr als einem Jahrzehnt Forschungstätigkeit in der Schweiz in die USA zurück. Die interimistische Leitung von Ludwig Lausanne übernimmt Douglas Hanahan, Distinguished Scholar des Instituts.
Tätigkeit in der Schweiz
George Coukos gilt als international anerkannte Persönlichkeit der Immunonkologie und der zellulären Immuntherapie. Er war während über 13 Jahren in der Schweiz tätig, davon seit 2012 als Direktor des Ludwig Institute in Lausanne. Parallel dazu arbeitete er am Unispital Lausanne (CHUV) sowie an der Universität Lausanne, wo er verschiedene akademische und klinische Funktionen ausübte.
Unter anderem leitete Coukos das Onkologie-Departement am CHUV, das Departement für Grundlagenonkologie an der Universität Lausanne sowie das Swiss Cancer Center Léman. 2019 initiierte er zudem innerhalb der Swiss Group for Clinical Cancer Research eine Arbeitsgruppe für zelluläre Therapien, der er seither vorsteht.
Translationale Forschung
In diesen Funktionen habe Coukos mehrere zentrale Erkenntnisse in der Tumorimmunologie gewonnen und ein breit angelegtes translationales Forschungsprogramm aufgebaut, schreibt das Ludwig Institute.
Dieses reiche von der Grundlagenforschung über die Herstellung bis hin zur klinischen Prüfung zellulärer Immuntherapien und Krebsimpfstoffe. Mehrere unter seiner Leitung entwickelte Technologien würden inzwischen in klinischen Studien eingesetzt, insbesondere zur Weiterentwicklung personalisierter Zelltherapien bei Melanomen, Sarkomen, Lungenkrebs und weiteren Tumorerkrankungen.
Werdegang
George Coukos studierte Medizin an der Università degli Studi di Modena e Reggio Emilia in Italien und spezialisierte sich zunächst in Gynäkologie und Geburtshilfe. Er promovierte an der Universität Patras in Griechenland.
1991 wechselte er an die University of Pennsylvania in den USA, wo er sich in molekularer Biologie und gynäkologischer Onkologie weiterbildete und während mehr als 14 Jahren tätig war, unter anderem als Professor für gynäkologische Onkologie.