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Value Based Health Care oder Hipprokrates 2.0

Johnson und Johnson ist führend beim Einsatz von Value Based Healthcare. Gemeinsam mit Schweizer Spitälern realisiert das Unternehmen konkrete Projekte für eine Werte-basierte Gesundheitsversorgung.

, 29. Juni 2020, 06:21
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Auf der Website wird das Thema verständlich in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.
Für Johnson & Johnson ist klar: Es muss sich etwas tun im Schweizer Gesundheitswesen, damit dieses auch in Zukunft nachhaltig agieren kann. Dabei steht ausser Frage, dass die medizinische Versorgung laufend gewaltige Fortschritte macht. Gefahr besteht jedoch darin, dass in der Vielfalt der Therapiemöglichkeiten der Blick auf das grosse Ganze eines Menschen verloren geht. Krankheiten werden nicht mehr im Sinne von Hippokrates in einem Gesamtkontext, sondern isoliert behandelt. So notieren Ärzte unterschiedlicher Disziplinen zwar jeweils die Krankengeschichte innerhalb ihres Bereiches, eine zentrale Zusammenführung dieser Informationen, die ein ganzheitliches Bild ergeben würden, fehlt jedoch häufig. Folgen davon können kostspielige Doppelspurigkeiten und unbefriedigende Ergebnisse für die Patienten sein.

Back to the roots

Mit dem Konzept Value Based Healthcare (VBHC) geht man nun wieder ein Stück zurück zu den Wurzeln von Hippokrates. Dieser forderte bereits vor fast 2000 Jahren, dass Krankheiten möglichst früh erkannt und medizinisch behandelt werden, um die schädlichen Folgen im Keim zu ersticken. Er verordnete seinen Patienten «therapeia», worunter er sowohl Heilung als auch die langfristige Nachversorgung nach der Gesundung verstand. Mit Value Based Health Care zeigen Mediziner und Ökonomen nun einen Weg zurück in diese ganzheitliche Betrachtung von Prävention, Behandlung und Rekonvaleszenz auf. Im Gegensatz zu Hippokrates’ Zeiten heute allerdings mit modernsten Technologien und digitalen End-to-End Lösungen – man könnte es auch als Hippokrates 2.0 bezeichnen.

Patient im Mittelpunkt

Ein Pionier im Bereich Value Based Healthcare ist der bekannte amerikanische Ökonom und Management-Vordenker Michael Porter. Wie, so fragte er, kann ein hoher medizinischer Versorgungsstandard mit reduzierten Kosten kombiniert werden? Porter untersuchte die wirtschaftlichen Prozesse des amerikanischen Gesundheitssystems, analysierte dessen Schwächen und kam zum Schluss, dass ein Wettbewerb zwischen Krankenkassen, Krankenhäusern und Ärzten existiert. Die Folge: Das Wohl der Patienten tritt in den Hintergrund. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte er Value Based Health Care. Im Mittelpunkt stehen nicht mehr die Ärzte, deren Anweisungen, Erkenntnisse und Entscheidungen, sondern der Wert, den eine Behandlung für die Patienten bringt. Gleichzeitig verfolgt er auch bei den Kosten einen anderen Ansatz: So muss ein Gesundheitssystem ein optimales Verhältnis zwischen Behandlungsergebnissen und den entsprechenden Kosten liefern. Porters Forderung, die Patienten wieder ins Zentrum der Versorgung zu stellen, folgt somit ökonomischen Prinzipien.

Eigenverantwortung des Patienten gefordert

In diesem Gesamtprozess geht es dabei immer um die Frage nach dem Wert einer Behandlung, gemessen in der Währung der langfristigen Lebensqualität der Patienten. Die Fragen lauten etwa: Wie lebt es sich zwei Jahre nach dem Implantieren einer Ersatzhüfte? Wie schnell können Patienten in den Arbeitsprozess zurückkehren? Wie viele Nachbehandlungen waren nötig? Eine aussagekräftige Analyse kann hierbei nur durch die konsequente Verfolgung des gesamten Patientenpfades ermöglicht werden. Die Digitalisierung erleichtert das Sammeln, Erfassen und Auswerten der notwendigen Daten. Wie von Hippokrates gefordert, werden die Patienten vom passiven zum aktiven Part und müssen Eigenverantwortung übernehmen.

Gesundheitsversorgung der Zukunft

Für Johnson & Johnson ist «Value Based Healthcare» die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Seit Jahren realisiert das Unternehmen zusammen mit anderen Gesundheitsinstitutionen konkrete Projekte zum Thema. «Wir möchten mit den Programmen für eine Werte- basierte Gesundheitsversorgung eine bessere Behandlungsqualität bieten und die negative finanzielle Entwicklung im Gesundheitswesen bekämpfen», sagt Roman Iselin, Länderchef Medical Devices von Johnson & Johnson Schweiz. Und in der Tat sind die bislang gemachten Erfahrungen ermutigend: So konnte beispielsweise die Aufenthaltsdauer von Patienten mit Hüft- und Knieoperationen in einer beteiligten Klinik um 40 Prozent gesenkt werden. Auch bei bariatrischen Eingriffen wie etwa der Magenbypass-Operation in einer bestimmten Phase von starkem Übergewicht, gingen die durch Diabetes und Bluthochdruck entstandenen Kosten massiv zurück.

Umdenken muss stattfinden

Für den erfolgreichen Einsatz von Value Based Health Care muss in der Schweiz ein Umdenken auf allen Ebenen stattfinden. Johnson & Johnson setzt sich deshalb gemeinsam mit seinen Partnern für folgende konkrete Massnahmen ein: Für eine verlässliche Qualitätsmessung basierend auf standardisierten und registrierbaren Daten. Denn nur so sind aussagekräftige Analysen möglich. Gleichzeitig erachtet es Johnson & Johnson als erfolgsentscheidend, dass für Qualitätsbestrebungen Anreize geschaffen werden. Gesundheitsinstitutionen, die innovative technologische Lösungen für eine höhere Patientenzufriedenheit einführen und Kosten effizient reduzieren können, sollen für dieses Engagement belohnt werden.

Patientenbeispiel:

Der Magenbypass

Als Beatrice K. beim Familienausflug eine leichte Steigung ausser Atem brachte und sie diese nicht mehr ohne fremde Hilfe bewältigen konnte, war für die 72jährige das Mass voll: «Ich wusste, jetzt muss etwas passieren». Damals wog sie 96 Kilo, verteilt auf 1,50 m Körpergrösse. Die Folgen ihres Übergewichts: Gelenkschmerzen, Atemnot und Diabetes Typ II. «Adipositas ist eine chronische Erkrankung», sagt dazu Professor Ralph Peterli. Am Adipositas- Zentrum von Clarunis, Standort St. Claraspital in Basel, forscht der Chirurg seit Jahren zum Thema Fettleibigkeit und deren Folgen. «Die Vorstellung, dass adipöse Menschen undiszipliniert und willenlos zu viel essen, ist falsch». Er sieht bei seiner täglichen Arbeit, dass viele Faktoren Fettleibigkeit fördern, sei es Genetik, Psyche, ein ungesunder Lebensstil oder eine Stoffwechselerkrankung. Diese Erfahrung machte auch Beatrice K.: «Ich habe jahrzehntelang Diäten gemacht, aber das hielt nie an, ich nahm danach immer wieder zu, wurde sogar schwerer.» Und dann kamen die Folgekrankheiten. An ein normales, aktives Leben war ohne Medikamente und Therapien nicht mehr zu denken. Der Leidensdruck wurde grösser und grösser.
Laut Bundesamt für Statistik sind in der Schweiz 12 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen adipös. Die Zahlen haben sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Exorbitant gestiegen sind in dieser Zeit laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) auch die volkswirtschaftlichen Kosten: 8 Milliarden Franken kosteten übergewichtige Menschen im Jahr 2012 die Gesellschaft.

Langfristig Kosten senken

Für Ralph Peterli ist ein chirurgischer Eingriff wie der Magenbypass ein möglicher Weg, Fettleibige langfristig von ihrem Übergewicht zu erlösen. In den meisten Fällen führt der Bypass nicht nur zu massivem Gewichtsverlust, sondern auch zu einer Reduktion der Folgeerkrankungen und der dadurch entstehenden Kosten: «Schon kurz nach der Operation ist der Diabetes geringer und verschwindet teilweise ganz, Bluthochdruck reguliert sich, durch die Gewichtsabnahme verringern sich die Gelenkschmerzen, um nur einige positive Auswirkungen aufzuzählen», betont Peterli.
Beatrice K. hatte über die Möglichkeiten eines Magenbypass gelesen und auch darüber, dass Diabetes Typ II dadurch geheilt werden könne. Am St. Claraspital in Basel wurde sie, damals 70 Jahre alt, von einem Team, bestehend aus Ernährungsberatern, Psychologen und Ärzten, untersucht, ob sie für den Eingriff geeignet sei. «Ich fühlte mich aufgehoben, verstanden und sah endlich wieder positiv in die Zukunft», erinnert sie sich. Der minimalinvasive Eingriff, bei dem der Magen massiv verkleinert und direkt mit dem Dünndarm verbunden wird, dauert rund eine Stunde. Es sei trotz allem ein heftiger Eingriff, sagt sie, aber die Unannehmlichkeiten der Operation hat sie gerne auf sich genommen, «dick zu bleiben, war für mich keine Option». Alles lief nach Plan, nach fünf Tagen wurde sie entlassen.

Lebenslange Betreuung

Seither hat sie 30 Kilo abgenommen. Sie ist gesund, ihr Diabetes ist verschwunden und Medikamente schluckt sie keine mehr. «Ich bin wieder aktiv, gehe häufig mit dem Hund laufen und treffe Freunde.» Für den Chirurgen Peterli ist der Gesamtprozess ein Zusammenspiel von interdisziplinärem medizinischem Behandlungsteam, Patient und Operationsmethode. «Wir prüfen in der Vorbereitungsphase genau, ob ein Patient bereit ist, sein Essverhalten und Bewegungsmuster nach der Operation anzupassen, um so gemeinsam mit uns das bestmögliche Ergebnis erzielen zu können.» Für ihn ist es unerlässlich, dass die Patienten auch weiterhin von seinem Team betreut werden - ein Leben lang.

Über Johnson & Johnson

Johnson & Johnson wurde 1886 als Familienunternehmen in New Brunswick (USA) mit 14 Mitarbeitenden gegründet. Die Brüder Robert, James und Edward Johnson erkannten den Bedarf von Ärzten, die Hygiene in der Praxis zu verbessern und zu vereinfachen. Heute ist Johnson & Johnson das grösste und am breitesten aufgestellte Gesundheitsunternehmen der Welt . Der Konzern verfügt über mehr als 265 Betriebsgesellschaften in über 60 Ländern und beschäftigen rund 134’000 Mitarbeitende. Seit 1959 ist Johnson & Johnson in der Schweiz präsent. Heute gehören über ein Dutzend Unternehmen in diversen Kantonen zu unserer Family of Companies in der Schweiz.

  • www.jnj.ch

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