Es gibt private Interessenten für das Spital Zweisimmen

Zur Sicherung der Grundversorgung ist die Übernahme des Spitals Zweisimmen durch einen privaten Betreiber denkbar. Dies bestätigt Berns Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.

, 19. Oktober 2017 um 08:09
image
Die Berner Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) schliesst die von der Spital Simmental Thun Saanenland (STS) geforderte finanzielle Beteiligung des Kantons aus. Auf der Suche nach anderen Lösungen prüft Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg verschiedene Möglichkeiten, wie er der «Berner Zeitung» sagte. Schon bei den Gesprächen mit Vertretern des Spitals und der Region hatte der Regierungsrat letzte Woche angedeutet, dass er offen sei für andere Lösungen – und andere Spitalbetreiber. 
Schnegg bestätigte jetzt der Zeitung, dass die Option einer Übernahme des Spitals Zweisimmen durch Dritte geprüft werde: «Ja, es gibt Interessenten aus dem Privatbereich, die bereit sind, mit Vorschlägen zu kommen.»

STS zeigt sich «generell offen»

Namen wollte der Gesundheitsdirektor zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Es sei wie immer, sagte Schnegg weiter: «Solange nichts unterschrieben ist, hat man keine Garantien.»
Bei der STS zeige man sich «generell offen» für eine neue Lösung – und auch für Partnerschaften mit Dritten, wie VR-Präsident Thomas ­Bähler der «Berner Zeitung» sagt.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Hirslanden: Umbau an der Spitze – näher zu den Regionen

Hirslanden-Zürich-Direktor Marco Gugolz zieht als Regional Operations Executive in die Konzernleitung ein.

image

Was geschieht mit dem Spital Thusis?

Die Stiftung Gesundheit Mittelbünden sucht Wege aus der finanziellen Krise – beraten von PwC. Ein Entscheid soll im Herbst fallen.

image

CSEB: «Herausfordernd, aber zufriedenstellend»

Trotz roten Zahlen und leicht rückläufigen Patientenzahlen gibt sich das Center da sandà Engiadina Bassa optimistisch.

image

Spital STS: Hohe Patientenzahlen bewahren nicht vor Verlust

Sowohl stationär als auch ambulant gab es bei der Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland 2023 einen Zuwachs.

image

Spital Lachen bricht Neubau-Projekt ab

Nun soll saniert statt neu gebaut werden – aus finanziellen Gründen, aber auch wegen der Flexibilität.

image

Spitalzentrum Biel: Sehr rote Zahlen wegen Sonderabschreiber

Andererseits war 2023 ein Wachstumsjahr für die SZB-Gruppe, es gab einen Rekordwert bei den Patientenzahlen. Und die dynamische Entwicklung setze sich 2024 fort.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.