So will die Insel klimaneutral werden

Die Berner Spitalgruppe will ihre direkt beeinflussbaren Treibhausgasemissionen bis 2035 auf Netto-Null senken. Im Bereich Strom sei die Insel Gruppe bereits klimaneutral.

, 15. Dezember 2021, 08:20
image
  • klima
  • insel gruppe
  • kanton bern
Die Insel Gruppe schaffe mit den Klimazielen verbindliche Vorgaben, um laufende und künftige Massnahmen bis zum Jahr 2050 umzusetzen, schreibt die Berner Spitalgruppe in einer Medienmitteilung. Die Klimaziele sind in zwei Stufen angelegt:
Bis 2035 sollen jene Treibhausgasemissionen eliminiert werden, welche die Insel Gruppe direkt beeinflussen kann. Dazu gehören die Emissionen aus Strom und Wärme, Treibstoff, Anästhesiegasen, Abfall und Abwasser sowie aus Geschäftsreisen.
Bis 2050 sollen auch die Emissionen, welche die Insel Gruppe nur indirekt beeinflussen kann, auf Netto-Null gesenkt werden. Dazu zählen Emissionen aus der Beschaffung medizinischer und nicht-medizinischer Güter, aus der Infrastruktur und der Pendlermobilität.
image
Bis 2035 sollen zunächst jene Treibhausgasemissionen eliminiert werden, welche die Insel Gruppe direkt beeinflussen kann. (zVg)

Strom vom Dach und Holz aus der Region

Im Bereich Strom sei die Insel Gruppe bereits klimaneutral, so würde sie 100 Prozent erneuerbaren Strom beziehen, heisst es in der Medienmitteilung. Der Strom für die sechs Standorte der Spitalgruppe wird grössenteils in Schweizer Wasserkraftwerken erzeugt. Das Inselspital bezieht «bereits seit vielen Jahren» Fernwärme aus der Energiezentrale Forsthaus. Im Spital Riggisberg wird zu einem grossen Anteil mit Holz aus der Region geheizt, zudem verfüge das Spital über eine Photovoltaikanlage sowie über eine Solaranlage.
«Ein Grossteil des Wärmebezugs ist ebenfalls bereits klimaneutral», schreibt die Insel Gruppe. So würden die geplanten Fernwärmeprojekte an den Standorten Aarberg und Tiefenau sowie die angedachten Umstellungen in Münsingen und im Inselspital auch den restlichen Anteil an fossiler Wärme mit erneuerbaren Energien ersetzen.

Die Spitalgruppe will die Co2-Emissionen reduzieren

Als Grossverbraucher im Kanton Bern sei die Insel Gruppe gesetzlich verpflichtet, Massnahmen zum Klimaschutz zu treffen, heisst es auf der Webseite. Alle Spitäler der Insel Gruppe haben 2016 eine Zielvereinbarung mit der Energie-Agentur der Wirtschaft abgeschlossen. Seit 2018 ist die Berner Spitalgruppe Mitglied bei der Klimaplattform der Wirtschaft und setzt sich mit über 60 anderen Unternehmen aus der Stadt und Region Bern für die Reduktion der Co2-Emissionen ein.
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
2 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Insel Gruppe: Chefarzt Stephan Jakob gibt Leitung weiter

Joerg C. Schefold übernimmt die Klinikleitung der Intensivmedizin am Berner Inselspital. Er folgt auf Stephan Jakob, der in Pension gehen wird.

image

Luzerner Kantonsspital befördert Zentrumsleiter

Christian Kamm wird künftig die stationäre Neurologie am Luzerner Kantonsspital leiten. Der Neurologe arbeitet seit 2016 in der Klinik für Neurologie am Luzerner Neurozentrum.

image

Die öffentliche gewinnt gegen die private Spitex

Die Nonprofit-Spitex ist für den Kanton Bern offenbar der sicherere Wert als private Organisationen. Sie erhält den Leistungsvertrag für den ganzen Kanton.

image

Kantonsarzt geht bereits nach wenigen Monaten wieder

Kantonsarzt Omar Al-Khalil, erst seit Anfang Jahr im Amt, verlässt den Kanton Aargau bereits wieder. Ein ehemaliger Herzchirurg übernimmt nun ad interim.

image

Wie das Inselspital die Haubenpflicht abschaffte

Mit einer Unterschriftensammlung wehrten sich die Inselspital-Pflegerinnen vor 50 Jahren gegen die Pflicht, Hauben zu tragen. Die Direktion musste kapitulieren.

image

Darum ist Diphterie für Bevölkerung kaum gefährlich

In Bern gibt es sechs Fälle von Diphterie. Doch für die Bevölkerung gebe es kein höheres Ansteckungsrisiko, sagt das Bundesamt für Gesundheit.

Vom gleichen Autor

image

«Ich brauchte nach der Pause mindestens drei Jahre»

Daniela Fürer arbeitete rund eineinhalb Jahre als Intensivpflegefachfrau, dann wurde sie Mutter und machte eine lange Pause – bis zum Wiedereinstieg.

image

Quereinstieg Pflege: Hunger auf beruflichen Neubeginn

Der Rucksack von Annette Gallmann und Peter Kienzle ist gefüllt mit allerhand Arbeits- und Lebenserfahrung. Die 47-jährige Gastronomin und der 52-jährige Art Director machen die Ausbildung HF Pflege.

image

Hat das Stethoskop auf Arztfotos seine Berechtigung?

Ärztinnen und Ärzte werden fast immer mit einem Stethoskop um den Hals abgelichtet. Braucht’s das? Und: Ist das medizinische Diagnoseinstrument überhaupt noch zeitgemäss?