Pfizer: Spitzenforscher ausgezeichnet

Sie erforschen die Immunität von Neugeborenen oder wie das Hirn den Schlaf kontrolliert: Pfizer verlieh herausragenden jungen Wissenschaftlern der Schweiz den Forschungspreis. Inselspital, USZ und HUG waren besonders oft vertreten.

, 26. Januar 2017, 21:20
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25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Basel, Bellinzona, Bern, Genf, Lausanne und Zürich wurden in Zürich für ihre «exzellenten» wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Pfizer Forschungspreis geehrt. Sie entwickelten 12 Forschungsprojekte.
Der Preis wurde zum 26. Mal verliehen und ist mit 180'000 Franken dotiert. Er gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für Schweizer Wissenschaftler unter 45 Jahren. 
Dies sind die Preisträger 2017 und ihre Projekte:

Herz-Kreislauf, Urologie, Nephrologie


  • Jeremiah Bernier-Latmani, CHUV und UNIL: «Lymphgefässe modulieren, um die Fettaufnahme zu bremsen».
  • Sophie de Seigneux Matthey, HUG; Marie Courbebaisse, Hôpital Européen Georges Pompidou; Alexandra Wilhelm-Bals, HUG, CHUV: «Eiweiss im Urin hat Einfluss auf die Anhäufung von Phosphat im Blut».

Infektiologie, Rheumatologie, Immunologie


  • Mercedes Gomez de Agüero, Universität Bern; Stephanie Ganal-Vonarburg, Inselspital und Universität Bern: «Frühzeitige Stärkung der Neugeborenen-Immunität durch mütterliche Darmflora».
  • Ivan Jelčić, Universitätsspital Zürich; Benoît Combaluzier, Universität Zürich, Neurimmune AG: «Entwicklung gezielter Antikörper als mögliche Behandlungen gegen eine schwere virale Hirninfektion».
  • Joshua Tan, Kathrin Pieper und Luca Piccoli, Università della Svizzera Italiana: «Entwicklung einer Impfung gegen Malaria tropica bald möglich?».

Neurowissenschaften, Erkrankungen des Nervensystems


  • Philip Tovote und Maria Soledad Esposito, Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research: «Mittelhirn-Netzwerke sind wichtig für das Angstverhalten».
  • Carolina Gutierrez Herrera, Universität Bern; Antoine Adamantidis, Inselspital und McGill University: «Entdeckung eines Hirn-Kreislaufes für Weckfunktion und Bewusstsein».
  • Olivier Gschwend, Nixon Abraham und Alan Carleton, Universität Genf: «Neuronen-Netzwerke formen und übersetzen Informationen aus Sinnesorganen».

Onkologie


  • Carsten Riether, Inselspital und Universität Bern; Christian Martijn Schürch, Universität Bern: «Resistente Leukämiestammzellen durch Kombinationstherapie endgültig eliminieren?».
  • Anastasios Stathis, Oncology Institute of Southern Switzerland: «Klinisches Ansprechen des NUT Midline Karzinoms auf OTX015/MK-8628».

Pädiatrie


  • Sophie Yammine und Philipp Latzin, Inselspital und Universitäts-Kinderspital beider Basel: «Entwicklung von Lungenbläschen auch nach der Geburt möglich».
  • Christine Eberhardt, Universität Genf; Géraldine Blanchard-Rohner, HUG: «Eine frühere Impfung in der Schwangerschaft erhöht den Schutz Neugeborener vor Keuchhusten». 
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