Masterplan Inselspital: «Wege kürzer, Betrieb effizienter»

Mit Neubauten im Norden und im Zentrum des Inselareals stellt sich das Berner Universitätsspital in den nächsten zehn Jahren komplett neu auf.

, 15. Dezember 2015, 09:59
image
  • insel gruppe
  • spital
  • kanton bern
  • neubauten
Nachdem das Stimmvolk im Frühling die Überbauungsordnung gutgeheissen hatte, haben nun die Verantwortlichen des Inselspitals über die Umsetzung des Masterplans und die weiteren Schritte bis 2025 informiert. 
Der Hauptvorteil der Erneuerung: «Durch die Bildung von Zentren sollen die Wege für Patienten und Mitarbeitende kürzer und der Betrieb effizienter werden», heisst es in einer Mitteilung

Erste Etappe

Nördlich des Zentrums für Intensivmedizin, Notfall und Operationen entsteht gegenwärtig das Organ- und Tumorzentrum, das in den Jahren 2018 und 2019 zuerst durch die Frauenklinik genutzt wird. Der Neubau ermöglicht die bauliche Sanierung der Frauenklinik-Südfassade und schafft danach Raum für die Tumor-Disziplinen, die heute über das ganze Areal verstreut sind.

Zweite Etappe

Ein zweiter Neubau entsteht ab 2017 im Herzen des Inselareals. Er wird das Schweizerische Herz- und Gefässzentrum und die Zentren weiterer Fachkliniken beherbergen, die sich heute auf verschiedenen Etagen des Bettenhochhauses und in diversen Gebäuden auf dem Inselareal befinden. Dem Neubau müssen der Polikliniktrakt 2 und das Ludwig-Haller-Haus weichen. Der Rückbau des Ludwig-Haller-Hauses hat bereits begonnen; der Polikliniktrakt 2 wird 2017 abgerissen.

Dritte Etappe

Die dritte Etappe umfasst bis 2025 die Leerung und dann den Abbruch des dannzumal über 50-jährigen Bettenhochhauses. Eine Sanierung wäre gemäss den Verantwortlichen bei gleichzeitigem Weiterbetrieb zu aufwändig und würde den angestrebten Effizienzgewinn verunmöglichen. Erhalten bleiben der Polikliniktrakt 1 östlich des Bettenhochhauses sowie der gemeinsame Eingangstrakt von Polikliniktrakt 1 und Bettenhochhaus, der patientenfreundlich umgebaut wird.

  • Mitteilung Inselspital zum Masterplan

Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Regionalspital nimmt in der Gastroenterologie weltweit Pionierrolle ein

Das GZO Spital Wetzikon ist auf dem Weg zu einem Referenz- und Ausbildungszentrum. Das Ziel ist es, Gastroenterologen für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen auszubilden.

image

Personalsuche Italien: «Wie sind die Reaktionen aus der Branche, Herr Blasi?»

Das Kantonsspital Aarau will Pflegefachpersonen in Rom rekrutieren. Fabio Blasi, Leiter Personalgewinnung, spricht über den Fachkräftemangel und das Projekt.

image

Bethesda Spital: Wechsel in der Spitalleitung

Das Bethesda Spital holt Henrik Pfahler vom Basler Unispital und Ueli Zehnder vom Inselspital nach Basel.

image

Stefan Fischli zum Chefarzt befördert

Stefan Fischli wird Chefarzt Endokrinologie/Diabetologie und klinische Ernährung am Luzerner Kantonsspital.

image

Diese Medizinstudentin will in den Regierungsrat

Zoé Stehlin tritt für die Juso als Luzerner Regierungsratskandidatin an.

image

«200 Betten sind besser als 280»

Der langjährige Spitaldirektor Peter Eichenberger erklärt, warum das Claraspital auf rentable Bereiche wie Orthopädie und Traumatologie verzichtet. Auf 2023 wird der 56-Jährige Delegierter der Clara- Gruppe.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.