Noch ein Preis für das neue Kantonsspital Baden

Der Neubau des KSB gewann am World Architecture Festival in Miami den Award in der Kategorie «Health». Die Jury würdigt den Bau als Prototyp heilender Architektur – dem in Baden allerdings noch ein Betonklotz im Wege steht.

, 14. November 2025 um 10:09
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Luftaufnahme des Neubaus «Agnes» mit diversen Innenhöfen. Oben rechts der Altbau. |  Bild: World Architecture Festival.
Der Neubau des Kantonsspitals Baden (KSB) erhielt am World Architecture Festival den Siegerpreis in der Kategorie «Health», Gesundheit. Bei der Veranstaltung in Miami wurden insgesamt 460 Finalprojekte präsentiert, bewertet von Jurys mit insgesamt 160 Expertinnen und Experten aus aller Welt.
Der KSB-Neubau sei «mehr als ein Spital», heisst es in der Würdigung der Jury: «Es ist ein Prototyp für die nächste Generation heilender Architektur. Durch die nahtlose Verbindung von digitaler Intelligenz, nachhaltigem Bauen und nutzerzentriertem Design verkörpert das KSB beispielhaft, was eine Gesundheitseinrichtung sein kann und sollte: anpassungsfähig, effizient und zutiefst auf die Bedürfnisse von Mensch und Umwelt abgestimmt.»
Das KSB hatte den Neubau, der mit Nickl & Partner Architekten und weiteren Planungspartnern realisiert wurde, im vergangenen März bezogen.
«Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Vision: ein Spital zu bauen, das medizinische Exzellenz und einen effizienten Betrieb mit modernster Architektur verbindet», sagt Spital-CEO Pascal Cotrotzo.
Im Juni erhielt «Agnes» (so der Name des KSB-Gebäudes) bereits den European Healthcare Design Award 2025 in der Kategorie der grossen Bauten mit mehr als 25'000 Quadratmetern Nutzfläche. Auch die internationale Jury in London würdigte speziell den integrativen Ansatz des Aargauer Spitals: Es sei ein Bau, der funktionale Effizienz, Aufenthaltsqualität, architektonische Identität wie auch das Wohl von Patienten und Angestellten gleichermassen in den Fokus rückt.
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Bilder: PD KSB
Die KSB-Leitung nimmt den Preis aus den USA zum Anlass, nochmals auf den «Störfaktor» des alten Spitals hinzuweisen. Der Aargauer Heimatschutz will den Brutalismus-Bau aus dem Jahr 1978 unter Denkmalschutz stellen und hat Beschwerde gegen den Abbruch eingereicht.
Zum Projekt «Agnes» gehöre weiterhin «die Schaffung einer weitläufigen Grünzone anstelle des Altbaus, um das Healing-Architecture-Konzept des Neubaus voll zur Geltung zu bringen», heisst es nun in der Mitteilung aus Baden – die auch daran erinnert, dass «über 7000 Personen … in den vergangenen Wochen eine Petition unterzeichnet (haben), in welcher der Aargauer Heimatschutz aufgefordert wird, seine Beschwerde gegen den Rückbau des Altbaus zurückzuziehen.»
Das alte Gebäude nehme dem neuen Spital «seine ganze Noblesse», sagt Architektin Christine Nickl-Weller: «Die urbane Einbindung des neuen Spitals wird durch den Altbau maximal gestört.»
Beim Neubauprojekt war von Anfang an vorgesehen, dass das alte Spital nach der Inbetriebnahme des Neubaus einer Grünzone weichen muss.
«Agnes» in einem Imagefilm des Kantonsspitals Baden.

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