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Herausforderung Transformation: Trends, die das Gesundheitswesen verändern

Amazon, Google, Netflix und Co. haben ihre Branchen revolutioniert. Sie betreiben Plattformen, besetzen die Kundenschnittstelle und degradieren frühere Marktführer zu Zulieferern. Ein ähnlich disruptiver Wandel steht auch dem Gesundheitswesen bevor.

, 25. Februar 2021 um 13:00
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Nachstehend werden drei transformative Trends skizziert, die auf das Gesundheitswesen wirken – und deren Meisterung eines erhöhten Masses an Transformationskompetenz bedarf.

Patienten werden zu Kunden und wirken vermehrt mit

In Zukunft wird sich das Gesundheitssystem vermehrt auf die Bewahrung der Gesundheit und nicht nur auf die Heilung von Krankheiten fokussieren. In der Prävention entwickeln sich die Patienten zu Kundinnen und Kunden. Ihnen kommt eine aktivere Rolle zu und ihre Bedürfnisse bestimmen die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens. Sie kümmern sich vermehrt um ihr Wohlbefinden und wirken dafür in Prävention, Diagnose und Behandlung ihres eigenen Körpers mit. Die Pflege der Gesundheit erfolgt damit permanent und überall. Sie wird demokratisch.

Potenzial für Disruption an der Kundenschnittstelle steigt

Die oben beschriebene Mitwirkung basiert auf Gesundheitsinformationen, die dank Digitalisierung immer besser und individualisierter zur Verfügung stehen. Tesla baut heute bereits für jedes produzierte Auto einen digitalen Zwilling, der eine computerisierte Abbildung des Fahrzeugs darstellt. Dieser Klon erhält permanent Daten von seinem physischen Original und steht jederzeit für Simulationen von Korrekturmassnahmen und zur Optimierung von Weiterentwicklungen zur Verfügung. Es wird noch einige Zeit dauern, bis komplette digitale Zwillinge von Menschen verfügbar sind. Bereits jetzt werden aber immer mehr Kundendaten gesammelt und mit KI verbunden, um Prävention, Diagnose und Behandlung optimieren zu können. Dem «Besitzer» des Kundenzugangs und der Kundendaten kommt damit eine immer gewichtigere Position zu. Es ist wahrscheinlich, dass er künftig die Zulieferketten dominieren wird, wie es heute z.B. Buchungsportale tun. Eine Disruption des gesamten Gesundheitswesens ist in diesem Kontext möglich.

Transformations- und Kooperationsbedarf bei den Anbietern nimmt zu

Die Entwicklung der Patienten zu Kundinnen und Kunden führt zu erhöhtem Wettbewerb für die Institutionen des Gesundheitswesens. Es werden vermehrt innovative, hochwertige und individualisierte Produkte und Dienstleistungen gefordert. Dank kostenlosen und einfachen Vergleichsmöglichkeiten unterliegen alle Angebote zudem einem hohen Preisdruck. Alle Anbieter sind damit gezwungen, schnell in der Transformation zu sein, um rasch auf ändernde Kundenbedürfnisse agieren oder diese sogar gestalten zu können. Ebenso müssen sie untereinander kooperieren, um die Kunden auf Basis einer «Joint Value Proposition» zu betreuen und einen eindringenden potenziellen Monopolisten an der Kundenschnittstelle abzuwehren. Entscheidend ist es, dass Anbieter den direkten Zugang zu den Individuen und ihren Daten behalten können. Je kooperativer Daten geteilt werden, desto besser sind zudem die Entscheidungsgrundlagen und die Resultate zum Wohl der Kundinnen und Kunden.
Die drei oben beschriebenen Trends, die auf die Patienten/ Kunden, die Anbieter und die Schnittstelle zwischen diesen einwirken, sind in der folgenden Abbildung nochmals zusammenfassend dargestellt:
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Neue Herausforderungen verlangen neue Kompetenzen: Das AMP in Health Care Transformation

Alles in allem lässt sich festhalten, dass sich das Gesundheitswesen je länger je mehr zu einem vernetzten Ökosystem wandelt. Diese Transformation verlangt von allen Stakeholdern neue Fähigkeiten und Denkweisen, um Wettbewerb und Kooperation in Balance denken und erfolgreich leben zu können. Kurz gesagt: Es braucht Transformationskompetenz.
Die Vermittlung genau dieser Kompetenz ist das Ziel des «Advanced Management Program in Health Care Transformation» (AMP-HCT) der Universität St.Gallen. In diesem neuartigen Zertifikatprogramm finden Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen umsetzungsorientiertes Know-how zur Entwicklung nicht nur der eigenen Organisation, sondern auch der eigenen Persönlichkeit. Ein Schwerpunkt des Programms liegt auf der Vermittlung der Kompetenz zur normativen und strategischen Entwicklung von Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft. Da gelingende Transformation jedoch nicht nur eine sachlogische, sondern auch eine sozio-psychologische Dimension hat, legt das Programm besonderen Wert auf die Entwicklung der Sozial- und Persönlichkeitskompetenz. Wer Menschen führen und Organisationen gestalten will, muss zunächst sich und die eigenen Ressourcen als wichtigstes Führungsinstrument verstehen lernen.  


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