Die hellsten Köpfe der Gesundheitsbranche

Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» hat die Shooting Stars des internationalen Gesundheitswesens gekürt. Sie sind keine 30, meistens Unternehmer – und überzeugen durch kluge Ideen und Inspirationen.

, 8. Januar 2016 um 07:34
image
  • forschung
  • wirtschaft
  • trends
Welche jungen Wissenschaftler und Unternehmer sind in der Gesundheitsindustrie wegweisend? Das US-Magazin «Forbes» hat zum fünften Mal die Liste der «30 unter 30» publiziert, eine Aufstellung über die klügsten Köpfe unter 30 Jahren aus verschiedenen Branchen. Sie wurden von einer hochkarätigen Jury ermittelt. 

«Elegante Lösungen»

Den Shooting Stars aus der Gesundheitsbranche ist laut «Forbes» gemeinsam, dass sie «elegante, einfach zu verstehende Lösungen für alltägliche und weniger alltägliche Probleme des Gesundheitswesens gefunden haben».
Hier eine Auswahl der Gekürten mit ihren Ideen:  

  • Gil Addo, 29, Mitgründer von RubiconMD: Die Firma vermittelt online-Konsultationen zwischen Ärzten. Über eine Plattform erhalten Hausärzte für spezifische Fragen und Abklärungen Zugang zu Spezialisten. Ziel ist es, unnötige und teure Spezialisten-Konsultationen zu vermeiden. 
  • Jarrett Bauer, 29, Mitgründer Health Recovery Solutions: Das Startup bietet Spitälern und Pflegediensten eine Plattform, dank der labile Patienten überwacht und so Spital-Wiedereintritte reduziert werden können. Via Computertablet bleiben die Patienten auch nach der Entlassung aus dem Spital mit Medizinern, Pflegediensten oder Familienmitgliedern verbunden. 
  • Josh Bruno, 29, Mitgründer von Hometeam: Die Firma vermittelt Betreuungs- und Pflegepersonal, welches zu den Senioren und deren Bedürfnissen passt. Hat der betagte Klient eine Vorliebe fürs Gärtnern, wird ihm ein Gärtner zur Seite gestellt. «Unsere Mission ist es, den Senioren eine schöne Zeit zu schenken», sagt Bruno. 

  • Ben Harvatine, 24, Gründer Jolt: Gehirnerschütterungen kommen beim Sport häufig vor, werden aber meistens nicht erkannt. Die Firma bietet einen Sensor, der an Stirnband, Helm oder Haarspange angebracht wird. Er erkennt Hirnerschütterungen dann, wann sie passieren - und sendet eine Nachricht ans Smartphone. 
  • Kyle Hill, 29, Mike Townsend, 28, Gründer Homehero: Die Firma kombiniert Technologie und Pflege. Der Dienst basiert auf einem Programm, das in wenigen Minuten für eine Person die passende Betreuung findet. 
  • Duygu Kayaman, 26, Gründerin Hayal Ortagim: Als Kleinkind verlor Kayaman wegen eines Tumors am Sehnerv das Augenlicht. Nun leitet sie ein Team, das eine App für Blinde entwickelt hat. Das Programm wandelt Texte in gesprochene Sprache um. 
  • Catherine Marinac, 29, University of California: In ihrer Forschung analysiert Marinac den Zusammenhang zwischen einfachen Verhaltensmustern und chronischen Krankheiten. Sie sorgte mit einer Studie für Aufsehen, wonach Frauen das Brustkrebsrisiko verringern können, wenn sie über Nacht längere Zeit nichts essen. 
  • Ruchit Nagar, 22, Gründer Khushi Baby: Die Firma kombiniert elektronische Datenträger mit Wearables: Sie stellt kostengünstige Halsbänder her, die die Krankheitsgeschichte des Trägers aufzeichnen und speichern. Die Daten können jederzeit vom Gesundheitspersonal eingesehen werden. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Erste Transplantation mit«DaVinci-Xi-System» am Kantonsspital St. Gallen

Erstmals wurde am KSSG die Niere eines Lebendspenders mit Hilfe chirurgischer Robotik entnommen.

image

Effizienz durch digitale Prozesse

Schwarzwald-Baar Klinikum meistert Hürden der Anbindung von HYDMedia an das LE-Portal

image

Knieprothetik: KSBL setzt auf J&J Robotertechnik

Damit kann eine noch höhere Präzision erreicht werden.

image

Diese klinischen Studien könnten 2024 den Durchbruch schaffen

Neue Impfungen, eine Stammzelltherapie, ein vielfältiger Einsatz von Künstlicher Intelligenz: All das könnte sich demnächst durchsetzen.

image

Forschung: Brustkrebs-Früherkennung mit Fingerabdruck?

Ein Fingerabruck könnte in Zukunft die Mammografie zur Brustkrebs-Früherkennung ersetzen.

image

Neues Prognosemodell weist auf Risiko für Opioidabhängigkeit hin

Unter der Leitung von Maria Wertli (KSB) und Ulrike Held (USZ) haben Forschende der ETH Zürich und der Helsana ein Modell zur Risikoeinschätzung einer Opioidabhängigkeit entwickelt.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.