Ostschweizer Kispi und HSG: Gemeinsames Diabetes-Forschungsprojekt

Untersucht wird, wie sich Blutzuckerschwankungen auf die Nervengesundheit bei Kindern mit Diabetes Typ 1 auswirken - und welche Rolle Lebensstilfaktoren spielen.

, 5. Juli 2024 um 07:01
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Tobias Kowatsch (HSG), Philip J. Broser (OKS), Dagmar l’Allemand (OKS), Sarah S. Oberhauser (OKS), Marc-Robin Grüner (HSG), Susanne Mäder-Duss (OKS) – (v.l.n.r.) |   Bild: PD
Das Ostschweizer Kinderspital (OKS) und die School of Medicine der Universität St. Gallen (HSG) untersuchen gemeinsam, wie sich Lebensstilfaktoren auf die Gesundheit des Nervensystems bei Kindern mit Diabetes Typ 1 auswirken.
Immer mehr Kinder und Jugendliche erkranken an Diabetes Typ 1; in den vergangenen vier Jahren hat die Zahl der jährlich neudiagnostizierten Kinder um bis zu 30 Prozent zugenommen. Normalerweise beträgt der durchschnittliche Anstieg drei Prozent pro Jahr (mehr).
Dabei ist das Ziel einer Diabetestherapie, den Blutzucker möglichst im Normalbereich zu halten, um so Folgeschäden zu vermeiden. Ein Team um Sarah Oberhauser, Dagmar l’Allemand und Philip Broser des Ostschweizer Kinderspitals fand in einer Querschnittsstudie heraus, dass nicht nur die Blutzuckerhöhe, sondern primär die Blutzuckerschwankungen die Nervengesundheit beeinflussen.
Das Forscherteam untersucht nun den genauen Einfluss dieser Schwankungen auf die Vitalität des Nervensystems.
In Zusammenarbeit mit Marc-Robin Grüner, Mia Jovanova und Tobias Kowatsch von der HSG School of Medicine sollen zusätzlich Fitness-Tracker eingesetzt werden. Damit könne – neben Blutzuckerdaten – der Einfluss von weiteren Lebensstilfaktoren wie Aktivitäts-, Schlaf- und Ernährungsverhalten auf die Gesundheit des Nervensystems untersucht werden, wie das Kinderspital in einer Mitteilung schreibt.
Das Projekt «Kind – Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Blutzuckerschwankungen und Nervenvitalität» läuft seit Oktober 2023 bis mindestens September 2025. Geplant ist zudem eine Einreichung beim Schweizer Nationalfonds, um die Zusammenarbeit bis September 2029 fortzuführen.
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