FMH verbündet sich mit Gesundheitsligen und Helsana

Die Schweizer Ärzte warnen erneut vor den Sparabsichten des Bundesrats. Dieses Mal aber zusammen mit Gesundheitsligen und mit der Helsana.

, 1. Dezember 2021, 12:39
image
  • helsana
  • versicherer
  • ärzte
  • fmh
  • geliko
  • politik
Die Pläne des Bundesrates, in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung das Kostenwachstum zu beschränken, ruft erneut die Schweizer Ärzteverbindung FMH auf den Plan. Schon vor vier Wochen hat die FMH vor den Sparabsichten gewarnt, wie Medinside hier berichtete. Nun macht der Berufsverband der Schweizer Ärzte einen weiteren Vorstoss - diesmal mit zwei neuen Partnern.

Mit Ligen für chronisch Kranke und mit der Helsana

Mit dabei ist nun die Schweizerische Gesundheitsligen-Konferenz (Geliko). Sie ist der Dachverband zahlreicher Organisationen, die chronisch Kranke vertreten, etwa Krebs-, Rheuma-, Diabetes- oder Lungenkranke.
Ebenfalls ins Boot geholt hat die FMH die Krankenversicherung Helsana.  Die drei Organisationen wollen sicherstellen, dass Patienten und Versicherte eine medizinische Versorgung erhalten, die ausschliesslich medizinisch begründet ist «und nicht durch politische Vorgaben übersteuert wird», wie sie schreiben.

Leistungen werden beschränkt

Die Zielvorgabe für das Kostenwachstum könne dazu führen, dass notwendige Leistungen vorenthalten werden müssen, da sie die Krankenkasse nicht bezahlt, warnen die drei Organisationen. «Es wäre Augenwischerei, den Patienten und Versicherten zu versprechen, ihr Leistungsanspruch könne bestehen bleiben, wenn gleichzeitig die Kosten begrenzt werden.»
Die Sparmassnahmen seien zu unspezifisch, kritisieren die Organisationen. «Die Zielvorgabe richtet sich potenziell gegen alle medizinischen Leistungen, unabhängig davon, ob sie als medizinisch notwendig oder als nicht notwendig zu beurteilen sind.»

Besser zum Sparen: Efas und Tardoc

FMH, Geliko und Helsana finden, dass sich fürs Sparen die Finanzierungsreform Efas und der neue Tarif für die ambulante Versorgung Tardoc besser eigne.
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
2 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Bern und Tessin spannen bei der Humanmedizin zusammen

Ab 2023 können Tessiner Studierende in Bern einen Bachelorabschluss in Humanmedizin absolvieren.

image

Nationalrat will keinen Armee-Pflegelehrgang

Anders als der Ständerat lehnt die grosse Kammer die Entwicklung von Armee-Ausbildungslehrgängen mit Fokus medizinischer Betreuung ab.

image

Medbase übernimmt eine weitere Arztpraxis

Die Migros-Tochter kauft das medizinische Zentrum Mediteam Gampelen. Das Team besteht aus rund 30 Gesundheits-Fachpersonen.

image

Künstliche Intelligenz: Ärzte setzen Fragezeichen – und stellen Forderungen

Sie verändert das Gesundheitswesen «tiefgreifend» und fordert heraus: die künstliche Intelligenz. Die FMH will diesen Wandel begleiten und setzt mit einer Broschüre ein Zeichen.

image

Digitaler Impfausweis wird Teil des EPD

Der Schaffung eines digitalen Impfausweises scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Der Ständerat stimmt einer entsprechenden Motion diskussionslos zu.

image

«Das ist ein erstes Reingrätschen in den privaten Versicherungsmarkt»

Gilt das Bundesgesetz über die Regulierung der Versicherungsvermittlertätigkeit auch für freiwillige Zusatzversicherungen?

Vom gleichen Autor

image

Privatspitäler beklagen sich über «13. Monatsprämie»

Neuste Zahlen zeigen: Die Kantone subventionieren ihre öffentlichen Spitäler mit 350 Franken pro Kopf und Jahr.

image

Spital kann Genesene nicht entlassen

Das Freiburger Spital ist am Anschlag. 40 Patienten belegen Betten, die sie eigentlich nicht mehr bräuchten.

image

Hirslanden plant Spitalneubau in Aarau

In fünf Jahren soll die neue Hirslanden-Klinik Aarau fertig sein. Der Neubau kommt auf dem Parkplatz zwischen Klinik und Kernareal zu stehen.