Prio.Swiss: Felix Gutzwiller ist sein eigener Nachfolger

Im Sommer suchte der Krankenkassen-Verband noch einen neuen Präsidenten. Nun verlängert er das Präsidium von Felix Gutzwiller auf unbestimmte Zeit.

, 23. November 2025 um 23:15
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Bild: felix-gutzwiller.ch
Es war eine kurze Mitteilung mit zwei Abschnitten: Felix Gutzwiller stehe Prio.Swiss weiterhin zur Verfügung, teilte der Verband der Krankenversicherer darin mit. «Wir danken Felix Gutzwiller, dass er sich als Gründungspräsident für prio.swiss zur Verfügung gestellt hat und dies auf Wunsch des Vorstands auch weiterhin tun wird», liess sich KPT-CEO Thomas Harnischberg zitieren.
Dabei war Felix Gutzwiller als Übergangs-Präsident eingesetzt und angekündigt worden. Vor einem Jahr, bei der Gründung der Curafutura-Nachfolgeorganisation, hiess es, Gutzwiller übernehme das Präsidium «vorübergehend»: Er rechne mit drei bis sechs Monaten im Amt.
Für das definitive Präsidium werde dann eine unabhängige Person mit der notwendigen Branchen- und Führungs­erfahrung und ohne politisches Mandat auf nationaler und kantonaler Ebene gesucht.
Im Juni wurde die Stelle dann öffentlich ausgeschrieben. Laut dem Inserat sollte eine neue Präsidentin oder ein neuer Präsident am 1. Januar 2026 antreten und im Umfang von 30 bis 40 Stellenprozenten tätig sein. Prio.Swiss betraute eine Headhunting-Firma mit der Suche, und diese suchte «eine führungsstarke, gestandene Persönlichkeit und Brückenbauer/in mit dem Flair für politische Prozesse», so die Ausschreibung. Auch stilsicheres Auftreten in Deutsch und Französisch war gefragt.
Offenbar fanden sich keine Kandidaten, welche die notwendigen Anforderungen erfüllten. «Bei ihrer Mitgliederversammlung vom 19.11.2025 sind die Mitglieder und der Vorstand von prio.swiss einhellig zu dem Schluss gekommen, dass es für die Kontinuität und Stabilität unseres noch jungen Verbandes die beste Lösung ist, wenn Felix Gutzwiller das Präsidium bis auf Weiteres weiterführt», heisst es auf Anfrage. «Diese Lösung wurde gegenüber einer externen bevorzugt.» Wie lange der ehemalige FDP-Ständerat sein Amt ausüben wird, ist offen.
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