Nachdem die Zürcher Regierung beschloss, dem GZO Spital Wetzikon nicht mit Krediten oder Bürgschaften unter die Arme zu greifen,
musste die Spitalleitung Anfang Mai die Nachlassstundung beantragen. Auf der anderen Seite signalisierte eine Petition mit 20’000 Unterschriften, dass das Spital in der Region einen grossen Rückhalt geniesst. Und nun soll ein Verein, der in der letzten Woche gegründet wurde, ebenfalls zur Rettung des Regionalspitals beitragen.
Präsidiert wird «Pro GZO Spital Wetzikon» von Rolf Knie – dem Kunstmaler aus der Zirkusdynastie – und Paul Metzger. «Unser Spital Wetzikon gehört zum Oberland wie der Turm auf dem Bachtel», sagte Co-Präsident Paul Metzger bei der Vereinsgründung; er arbeitet seit zwei Jahren als Freiwilliger in der Patientenbegleitung auf dem Notfall des GZO Spitals.
Neue Töne
«Aus den teilweise verzerrten Medienberichten schlossen viele Leute, dass das Spital bald schliesse», so Metzger. Im Haus selber hörte er aber ganz andere Töne, wenn er mit der Belegschaft regelmässig über die Sparpläne und die aktuelle Situation informiert wurde.
Die neue Organisation möchte nun dazu beitragen, dass das Spital mit seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen gesichert bleibt. «Wir wollen zeigen, dass das Spital auch in der aktuell herausfordernden Zeit unverändert weiterarbeitet und mit der gewohnt hohen Qualität rund um die Uhr für die Oberländer Patientinnen und Patienten da ist», so Metzger.
Gesammelte Geldmittel sollen einerseits den von Sparmassnahmen betroffenen Angestellten zu Gute kommen, andererseits in die Öffentlichkeitsarbeit fliessen.