Spital Zollikerberg: «Fast Track» im Notfall

Ein neuer Behandlungspfad für leichtere Fälle soll Wartezeiten senken und zugleich die Sicherheit erhöhen.

, 6. Oktober 2025 um 07:51
image
Bild: Beat Cadruvi
Das Notfallzentrum des Spitals Zollikerberg behandelt pro Jahr rund 15’000 Patienten. Vor zehn Jahren, 2015, waren es noch gut 11’000 Fälle gewesen. Angesichts des stetigen Wachstums sei es an der Zeit, neue Behandlungspfade einzuschlagen, so die Leitung des Spitals am Rande der Stadt Zürich.
Der neue «Fast Track»-Behandlungspfad richtet sich an Patienten, die eine ambulante notfallmedizinische Behandlung benötigen. Für sie gibt es nun eiene Räume mit einem eigenen Team aus Pflegenden und interdisziplinär arbeitenden Notfallärzten sowie einem Point-of-Care-Labor für Basis-Laboruntersuchungen.
Ein Ziel dabei ist der Abbauf von Wartezeiten für diese Patienten.
Anmelden muss man sich auf dem «Fast Track» nicht – entscheidend ist die Triage. Wer das Notfallzentrum des Spitals Zollikerberg aufsucht, wird wie gewohnt erstbeurteilt. Dann wird entschieden, ob eine Behandlung im «Fast Track» sinnvoll ist oder eine Behandlung in der Notfallkernzone notwendig ist.
Der neue Behandlungspfad soll das interdisziplinäre Notfallzentrum als zentralen Pfeiler der Strategie des Spitals stärken.
«Mit dem Fast Track reagieren wir auf die steigende Nachfrage im Notfall und schaffen gleichzeitig mehr Qualität und Sicherheit für alle Patientinnen und Patienten», sagt Spitaldirektor Christian Etter: «Effiziente Abläufe und kurze Wartezeiten sind entscheidend, um die Notfallmedizin zukunftsfähig aufzustellen.»
  • spital zollikerberg
  • notfall & rettung
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

TCS Ambulance: Mehr Einsätze und neuer Stützpunkt

TCS Ambulance verzeichnete 2025 rund 45’000 Einsätze. Mit einem neuen Stützpunkt in Bern und der Übernahme des Rettungsdienstes Sense in Freiburg baut die Organisation ihr Netz in neun Kantonen weiter aus.

image

Schutz & Rettung Zürich: Notrufe und Einsätze stiegen 2025 leicht

Insgesamt gingen 2025 bei Schutz & Rettung Zürich rund sechs Prozent mehr Notrufe ein als im Vorjahr. Die Rettungskräfte rückten knapp zwei Prozent häufiger aus.

image

Maximal zwei Nächte im Notfall Wattwil: «Medizinisch nicht begründbar»

Der Kanton St. Gallen wollte nicht zahlen, wenn Patienten länger als 48 Stunden im Notfallzentrum der Berit-Klinik bleiben. Das Gericht rügt nun den Kanton.

image

Gynäkologische Onkologie: Kooperation von Hirslanden und Spital Zollikerberg

Die beiden Zürcher Häuser starten einen Weiterbildungs- und Behandlungsverbund, um Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren ein intensiveres Versorgungsangebot zu bieten.

image

Rettungsdienst des Spitals Bülach unter neuer Leitung

Der bisherige Stellvertreter Reto Hintermeister übernimmt das Amt von Jean Mezghini.

image

Notfall: Warum die Bagatellgebühr verpufft – und was stattdessen nötig wäre

Kurz vor der Nationalratsdebatte warnen die Notfallmediziner vor den «Bagatellgebühr»-Ideen. Sie schlagen vier konkrete Alternativen vor.

Vom gleichen Autor

image

Kantonsspital Baden: Neuer Leiter für die Rheumatologie

Tobias Manigold übernimmt die Leitung der Rheumatologie am KSB. Vorgänger Andreas Thueler bleibt dem Kantonsspital weiterhin verbunden.

image

Schweizer Spitäler im Vergleich: Kleine Unterschiede auf hohem Niveau

Das internationale Spitalranking von «Newsweek» bietet auch eine eigene Schweizer Rangliste: Das sind die 25 hervorragenden Häuser unter den «World’s Best Hospitals» 2026.

image

KSW: Christian Fankhauser übernimmt Klinik für Urologie

Der Spezialist für Uroonkologie und roboterassistierte Chirurgie wechselt vom LUKS ans Kantonsspital Winterthur.