Spital Wallis bündelt Akutmedizin – 17 neue OPs in Sitten

Die Gesundheitsversorgung im französischsprachigen Wallis wird umstrukturierts. Die Chirurgie wird gebündelt, Geriatrie und Reha werden in Siders und Martigny ausgebaut.

, 3. September 2025 um 05:25
image
Einblick in die Erweiterung des Standorts Sitten, die auf natürliches Licht ausgelegt ist | Bild: Spital Wallis, DR
Das Spitalzentrum des französischsprachigen Wallis (CHVR) arbeitet seit einigen Jahren an der Erweiterung seiner Infrastruktur in Sitten. Der Staatsrat hat nun das neue Konzept des CHVR genehmigt.
  • Konkret plant das Spital Wallis die Zentralisierung der gesamten operativen Tätigkeit am Standort Sitten ab 2027; und bis 2035 soll die gesamte Akutmedizin in der Kantonshauptstadt gebündelt werden. Der erste Umzug soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 stattfinden.
  • An den Standorten Siders und Martigny werden dann insbesondere Altersmedizin, die Rehabilitation, ambulante Sprechstunden und ein ärztlicher Bereitschaftsdienst angesiedelt. Martigny wird auch zum Zentrum für Palliativpflege im französischsprachigen Teil des Wallis.
  • Der Standort Saint-Amé soll eine Übergangspflegeeinheit sowie Wartebetten beherbergen; später könnte er zu einem Alters- und Pflegeheim werden, mit Spezialisierung auf Psychogeriatrie.
  • Am Standort Malévoz werden weiterhin Erwachsenenpsychiatrie -psychotherapie sowie die ambulante und ortsnahe Psychiatrie angeboten.
  • Und schliesslich wird die Generaldirektion des Spital Wallis nach Siders verlegt.
Im Hintergrund steht eine externe Analyse, wonach die Zusammenlegung der operativen Tätigkeiten in Sitten die effizienteste Lösung sei, da grosse OP-Einheiten effizienter sind und mehr Sicherheit für die Patienten mit sich bringen. Die Analyse zeigte jedoch auch, dass in Sitten dann zwei zusätzliche Operationssäle erforderlich sein werden, um den erwarteten Bedarf zu decken.
Daher genehmigte der Kanton die Schaffung von zwei zusätzlichen Operationssälen im neuen Gebäude. Am Ende werden insgesamt 17 OPs zur Verfügung stehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Franken.
Laut den laufenden Plänen steigen die Kapazitäten am Standort Sitten bis 2035 von 316 auf 474 Betten. Damit könne die gesamte Akutversorgung sowie die Kinderpsychiatrie hier zusammengefasst werden.

  • akut
  • spital wallis
  • wallis
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Centre Hospitalier du Valais Romand: Neuer Direktor

Gianni Saitta wechselt vom Kanton Waadt ins Spital Wallis. Er tritt im Mai 2026 die Nachfolge von Chrystel Carrupt an.

image

Spitalzentrum Oberwallis: Neuer Chefarzt und Leiter Pneumologie

Das Spital Wallis hat Leander Gonzalez zum Chefarzt und Abteilungsleiter Pneumologie am SZO ernannt. Er war dort seit 2021 als Leitender Arzt tätig.

image

Keine Journalisten im Arztkittel im Spital Wallis

So dreist sind Medienschaffende nicht: Gerüchte, wonach Journalisten in weissen Kitteln versucht hätten, Zugang zu Patienten zu erhalten, erweisen sich als unwahr.

image

Leukerbad Clinic: Neuer ärztlicher Direktor

Pierre Alain Triverio, bis vor Kurzem Direktor des Centre Hospitalier du Valais Romand am Spital Wallis, wird neuer ärztlicher Direktor der Leukerbad Clinic.

image

Wintersportler treiben Walliser Notaufnahmen an ihre Grenzen

Verletzte Skifahrerinnen und Snowboarder, viele Touristen und dazu Patienten mit Bagatellbeschwerden: In der Wintersaison stossen die Notfallstationen im Wallis an ihre Grenzen - und reagieren nun mit Massnahmen.

image
Gastbeitrag von Guido Schommer

Mehr Planung, weniger Vielfalt? Die Risiken des GDK-Dreiphasenplans

Die kantonalen Gesundheitsdirektoren wollen die Spitalplanung stärker koordinieren. Doch damit droht eine Beplanungsübung, die kleinere Anbieter benachteiligt und die Versorgung in Randregionen gefährden könnte.

Vom gleichen Autor

image

Frankreichs Ärzte streiken, die Notaufnahmen sind überlastet

Quoten und niedrigere Tarife: Viele französische Ärzte und Chirurgen in Privatkliniken beteiligen sich an einem Streik von bisher unbekanntem Ausmass.

image

Waadtländer Spitäler: 176 Millionen für Epic

Nun wurde der Gesamtpreis für die Beschaffung eines neuen Klinik-Informationssystems für das CHUV und elf Regionalspitäler bekannt. Er erstaunt.

image

Neuenburg: Kantonsspital übernimmt Praxis-Gruppe

Vier Zentren der Gruppe Volta sowie deren medizinische Bereitschaftsdienste werden unter die Leitung des Neuenburger Spitalnetzes RHNe gestellt.