Spital Bülach baut im Palliativ-Bereich aus

Im neu eröffneten Holz-Anbau des Regionalspitals hat es nun Platz für zwölf Patienten.

, 14. August 2024 um 23:50
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Sie weihten den Modul-Anbau ein: Mirko Thiene, Leitender Arzt Palliative Care, Manuela Hitz, Leiterin Palliativpflege und Doris Benz, CEO Spital Bülach (v.l.n.r.) | Bild: Sibylle Meier, «Zürcher Unterländer» – zvg
Das Spital Bülach hat seine Palliativpflege verlegt. Die Abteilung ist nun in einem Fertig-Modul-Anbau aus Holz untergebracht, der mit dem Spital verbunden ist. Der Pavillon konnte vom Spital Langenthal gebraucht übernommen werden.
In den zehn Patientenzimmern stehen zwölf Betten zur Verfügung – das sind vier mehr als bisher. Auch die Zahl der Pflegestellen wird von 9 auf 14 erhöht. Ausserdem gibt es neu eine mit 60-Prozent dotierte Oberarzt-Stelle.
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Im neuen Anbau (orange) ist das Palliativ-Zentrum untergebracht. | PD

Weniger hektisch

Im Anbau hat es nicht nur mehr Platz. Die Atmosphäre sei auch weniger hektisch als im Hauptgebäude, sagt Manuela Hitz, Leiterin Palliativpflege, gemäss einer Mitteilung des Spitals.
Das Spital Bülach behandelt pro Jahr rund 200 Palliativ-Patienten, also Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch fortschreitenden Krankheiten mit reduzierter Lebenserwartung.

Mehr Betagte im Unterland

Im Vergleich zu den übrigen Regionen im Kanton Zürich leben im Zürcher Unterland überdurchschnittlich viele betagte Menschen, wie das Spital schreibt. Deshalb steige der Bedarf an Betreuung am Lebensende.
Mirko Thiene, der Leitende Arzt am Palliativ-Zentrum, stellt zwei Vorurteile bei der Palliativpflege richtig: Erstens gehe es nicht ausschliesslich ums Sterben. Und zweitens könnten die Menschen nicht so lange bleiben, wie sie wollten.

Nur 40 Prozent bleiben

Ein Aufenthalt auf der Palliativ-Abteilung dauere in der Regel eine bis drei Wochen. Ausserdem gingen 60 Prozent der Patienten wieder nach Hause oder in ein Heim.
Das Durchschnittsalter der Patienten beträgt 76 Jahre – allerdings mit grosser Bandbreite. Letztes Jahr reichte sie von 23 bis 102 Jahre.
  • Hündin als Mitarbeiterin, Hunde am Arbeitsplatz. Im Kantonsspital Glarus hilft die Therapiehündin Jill bei der Betreuung – auf verschiedensten Abteilungen.
  • Wenn die KI sagt, dass es Zeit ist fürs Hospiz. In einem US-Spital läuft ein heikler Test: Ein Künstliche-Intelligenz-Programm eruiert Patienten für Palliative Care.

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