Vor gut zwei Jahren wurde bekannt, dass die beiden grössten psychiatrischen Kliniken der Schweiz - die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) und das Psychiatrische Zentrum Münsingen - eine Fusion planen, um eine noch grössere Einheit zu bilden.
Das Vorhaben hatte sich jedoch verzögert und war durch finanzielle Schwierigkeiten, Abgänge und Neubesetzungen der Führungsgremien erschwert worden. Diese Woche stimmte der Berner Regierungsrat der Fusion zu, die am Anfang. Januar 2026 oder spätestens am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll.
Sie sei auch die Voraussetzung für die Zusammenlegung der Informatikdienste, des Qualitätsmanagements oder der Humanressourcen. «Es ist auch vorgesehen, dass das fusionierte Unternehmen einen neuen Firmennamen annimmt», betont der Berner Regierungsrat weiter.
Die Annäherung wurde durch die immer engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen erleichtert: Seit 2024 sind die Schlüsselpositionen in ihren Verwaltungsräten von denselben Personen besetzt. Sie haben bereits denselben Finanzdirektor und dieselbe Personalchefin.
«Positiven Wende»
Während sich die Berner UPD 2024 noch in einer heiklen finanziellen Lage befand - mit einem im Frühjahr angekündigten Defizit von 22 Millionen Franken -, weist die Institution nun für das erste Halbjahr 2025 einen Gewinn von 3,1 Millionen und eine EBITDA-Marge von 5,1 Prozent aus, gegenüber 4,7 Prozent im Vorjahr.
«Wir befinden uns mitten in einer positiven Wende. Wir haben das Unternehmen von innen heraus konsolidiert. Der neue CEO, Josef Müller, hat neue Dynamiken initiiert und die Prozesse auf verschiedenen Ebenen optimiert», betont Christoph Egger, Präsident des Verwaltungsrats.
Der Berner Regierungsrat ist der Ansicht, dass «die Voraussetzungen für eine Fusion gegeben sindt». Es sind jedoch noch verschiedene Aspekte zu klären: die Betreuung, die Standorte und die Infrastruktur sowie deren Finanzierung. Der Regierungsrat nimmt zur Kenntnis, «dass die Fusion Beiträge zur Finanzierung der Umstrukturierung, Darlehen, Bürgschaften und eine Kapitalerhöhung erfordern wird».