Swiss Medical Network: Doppelrücktritt an der Spitze

Beat Röthlisberger, CEO von Swiss Medical Network (SMN), ist zurückgetreten und mit ihm Valérie Dubois Héquet, die operative Chefin von Genolier International. SMN-Gründer Antoine Hubert übernimmt ab sofort die Leitung der Klinikgruppe.

, 7. März 2018 um 14:47
image
  • swiss medical network
  • spital
  • aevis
  • genolier
Die Rochaden sind gewichtig, trotzdem wurden sie bislang erst intern kommuniziert: «Valérie Dubois-Héquet, CEO von Genolier International, und Beat Röthlisberger, CEO von Swiss Medical Network (SMN), haben den Verwaltungsrat über ihren Entscheid informiert, von ihren Funktionen zurückzutreten», heisst es in einer internen Mitteilung von Swiss Medical Network, die «Medinside» vorliegt. 
Antoine Hubert, Gründer der Gruppe, hat per sofort den Vorsitz der Klinikgruppe übernommen. Ansonsten bleibe die Zusammensetzung der Direktion unverändert. Gründe für die Rücktritte werden keine genannt. Das Unternehmen betont in einer Stellungnahme, die Entscheidung sei «nach reiflicher Überlegung von den Parteien gemeinsam getroffen worden».

Mehr als 10 Jahre bei SMN

Valérie Dubois-Héquet ist seit 1999 im Unternehmen tätig, Beat Röthlisberger seit 2006. Die beiden sollen dem Unternehmen noch bis Ende September 2018 zur Verfügung stehen, um verschiedene Projekte in der Aevis-Victoria-Gruppe zu verfolgen, zu der SMN gehört. Sie behalten ihre Mandate in verschiedenen Verwaltungsräten von Kliniken der Gruppe. 
Antoine Hubert und Raymond Loretan, Delegierter und Präsident des Verwaltungsrats, bedauern in der Mitteilung den Entscheid und bedanken sich wiederholt bei Röthlisberger und Dubois-Héquet. Sie hätten entscheidend zur Entwicklung des Unternehmens, seinem Erfolg und seiner Bedeutung in der Schweiz und im Ausland beigetragen.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Jede Notfall-Konsultation kostet 460 Franken

Notfallstationen werden immer öfter besucht. Eine Obsan-Studie bietet nun Zahlen dazu. Zum Beispiel: 777'000 Personen begaben sich dreimal in einem Jahr auf den Spital-Notfall.

image

Pharmagelder 2024: Zuwendungen an Schweizer Ärzte steigen leicht

2024 erhielten Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften zusammen 262 Millionen Franken – 16 Millionen mehr als im Jahr davor.

image

Ob FaGe, Apotheker, Physio oder Chefärztin: Das verdient man im Gesundheitswesen

Wie steht es um Ihr Gehalt? Hier finden Sie die Standard-Monatslöhne der wichtigsten Berufe in der Gesundheitsbranche.

image

Viva Health: Integrierte Versorgung ist harte Überzeugungsarbeit

Das Netzwerk Viva erlebte im ersten Jahr ein starkes Mitglieder-Wachstum – zuletzt aber stagnierten die Zahlen. Fabrice Zumbrunnen, der CEO von Aevis Victoria, hat eine Erklärung.

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebens-Formel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Auf dem richtigen Weg

Der Markt für Krankenhaus-Informationssysteme (KIS) befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche sowie die Erwartungen der Kliniken beleuchtet Dirk Müller, Director Product Management CIS4U bei Dedalus HealthCare.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.