Am Wochenende hatten sich verschiedene namhafte Spitalexponenten wie etwa der Insel-Gruppen-CEO Uwe E. Jocham, USZ-Spitaldirektor Gregor Zünd sowie drei Chefärzte der drei grossen Zürcher Spitäler in den Sonntagsmedien zu Wort gemeldet. Sie warnten vor einer drohenden und teilweise bereits bestehenden Überlastung der Spitäler.
Am Montag nun legten für einmal die Kantone nach. Der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), Lukas Engelberger, sagte dem «Tages-Anzeiger»: «Wir müssen die Überlastung des Gesundheitswesens unbedingt verhindern». Man müsse das Ganze «sehr ernst nehmen». Und weiter: «Die Situation ist sehr schwierig, und ich finde es richtig, dass diese Hinweise direkt aus dem Gesundheitswesen kommen. Zurzeit haben wir noch die Kapazitäten in den Spitälern, aber nur, weil wir die Strukturen verstärkt haben und auf viele Eingriffe verzichten. Und das sind nicht nur ‹Nice to have›-Eingriffe.»
«Breiter Konsens»
Am Montag tauschte sich die GDK mit Bundesrat Alain Berset aus. Am Mittag informierten der Basler Gesundheitsdirektor Engelberger und Bundesrat Berset die Medien.
Engelberger sagte, unter den Kantonen gebe es einen «breiten Konsens», dass es ab Freitag weitergehende Massnahmen geben. Wie genau diese aussehen werden, wollte weder er noch Berset genauer ausführen. Dies auch mit Verweis darauf, dass bis am Dienstagabend eine Konsultation unter den Kantonen laufe.