Es ist ja nicht so, dass es dem Bruderholzspital an Zuneigung fehlte. Im Kanton Baselland wurde jüngst eine Volksinitiative eingereicht, welche das Spital in seiner jetzigen Bedeutung bewahren will, und sie war nicht nur in Rekordzeit zustandegekommen, sondern auch mit enorm hoher Unterschriftenzahl. Zugleich setzen sich zahlreiche Ärzte – ob offen oder verdeckt, ob aktiv oder ehemalig – politisch, gesellschaftlich und publizistisch für das Haus ein.
Das Kantonsspital Baselland lanciert dennoch eine Kampagne, in der es seinen Standort Bruderholz rühmt und ins Zentrum stellt. Titel der Mitteilung dazu: «Das Kantonsspital Baselland investiert ins Bruderholzspital».
Konstant bedeutende Investitionen
Offenbar soll dem Eindruck entgegengewirkt werden, dass das Haus am Basler Stadtrand ein Auslaufmodell sein könnte. Denn die politischen Pläne eines Zusammenschlusses von KSBL und Unispital Basel – letztes Jahr angekündigt – enthielten eben auch, dass das Bruderholzspital zu einer Tagesklinik reduziert werde. Dies sorgte für die erwähnte Unruhe, ob in der Bevölkerung oder beim Personal; hier waren schon
wegen der unklaren Aussichten bereits erste Abgänge zu verbuchen.
Mit einem Tag der offenen Tür, mit einem Imagefilm oder mit Plakaten erinnert das KSBL nun ab kommender Woche daran, welch tragende Rolle der Standort Bruderholz weiterhin spielt. Und dass auf dem Bruderholz ein vollständig funktionierendes Akutspital steht – mit einem hochstehenden Angebot, mit modernster Medizin, mit einer 365-Tage-Notfallstation sowie mit 1200 engagierten Mitarbeitenden.
Das Kantonsspital Baselland werde auch weiterhin bedeutend in den Standort Bruderholz investieren, betont die Mitteilung – und sie nennt dabei Investitionen in den Ambulatorien Orthopädie und Medizin, in der Dialyse, den Ausbau bei Rehabilitation und Zentrum für Altersfrakturen, aber auch Ausgaben für modernste Medizintechnik wie einen 3D-Endoskopieturm.
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