Kantonsspital Baden mit mehr Patienten und Gewinn

Der Case-Mix-Index machte im Geschäftsjahr 2016 einen Sprung nach oben.

, 2. Mai 2017 um 13:53
image
  • spital
  • kantonsspital baden
  • jahresabschluss 2016
Im Kantonsspital Baden (KSB) ist die Zahl der stationären Patienten im Geschäftsjahr 2016 um 1,9 Prozent auf 19'514 gestiegen. Die Zahl der ambulanten Patienten um nahm um 6,7 Prozent auf 108'000 zu. 
Der Betriebsertrag erhöhte sich um 16,2 Millionen auf 320,8 Millionen Franken. Zwei Drittel der Zunahme entfielen auf den ambulanten Sektor. Laut einer Mitteilung des KSB trugen der erfolgreiche Start der neuen Tagesklinik KSB Kubus und die Umsetzung des Grundsatzes «ambulant vor stationär» massgeblich zum Ergebnis bei. 
Das KSB ist solide finanziert. Es kommt nach wie vor ohne Fremdmittel aus. Der Eigenkapitalanteil beträgt 75 Prozent. Ein grosser Teil der Investitionen von rund 44 Millionen Franken in Medizintechnik und Bauten konnten aus dem laufenden Geschäft finanziert werden. 
Hier weitere Kennzahlen 2016 (2015):

  • Case-Mix-Index: 0.952 (0.925)
  • Betriebsgewinn EBITDA: 33,3 (31,5) Millionen Franken 
  • EBITDA-Marge: 10,4 (10,1) Prozent 
  • EBIT: 20,7 (20,4) Millionen Franken
  • Reingewinn: 23,1 (21,0) Millionen Franken 
  • Anzahl Mitarbeitende: 2'291 (2'157)
Zum Geschäftsbericht 2016 des Kantonsspitals Baden
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Sparprogramme reichen nicht: Das Spitaljahr im Check

Kooperationen, weniger Angebote, effizientere Abläufe, Schliessungen, Nullrunden bei den Löhnen: Die öffentlichen Akutspitäler haben viel getan, um die Finanznot zu bekämpfen. Fazit: So geht es trotzdem nicht weiter.

image

Spitäler 2025 und 2026: Bessere Margen – aber grosse Tarif-Fragezeichen

Die Finanzchefs der Schweizer Spitäler erwarten fürs Erste eine etwas bessere Rentabilität. Zugleich sorgt das neue Tarifsystem für Unsicherheit. Die Erwartungen reichen von Mehreinnahmen bis zu spürbaren Einbussen.

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebensregel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert inzwischen zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Spitalhygiene: Geschlechtsneutrale WCs bergen ein Risiko

In schottischen Krankenhäusern wurden Damen-, Herren- und Unisex-Toiletten auf Keime geprüft. Heraus kamen drastische Unterschiede.

image

Eine Zusammenarbeit, vernetzt wie das Gefässsystem

Wie in den meisten anderen medizinischen Fachbereichen setzt das Spital Lachen auch in seinem Gefässzentrum auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie garantiert den Patientinnen und Patienten eine professionelle und ganzheitliche Diagnostik, Behandlung und Nachbehandlung.

image

Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern

Interview von Unite mit Andrea Raida M.Sc., Projektleiterin Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, über Ergebnisse des Forschungsprojekts «Green Hospital»

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.