Personalmangel: Geburtshaus stellt Begleitung ein

Auch das neue Geburtshaus Terra Alta Luzern muss Konsequenzen ziehen, weil es an Hebammen fehlt.

, 23. November 2023 um 13:00
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Im Ruhezustand. Symbolbild: Jimmy Conover on Unsplash
Nach der Geburtenabteilung des Spitals Einsiedeln – wegen Fachkräftemangels geschlossen bis mindestens Ende Jahr – folgt die nächste Ausdünnung in der Zentralschweiz: Das Luzerner Geburtshaus Terra Alta bietet seit dieser Woche keine Geburtsbegleitung mehr an. Lediglich Schwangerschaftsbegleitungen und -kontrollen sowie Vorbereitungskurse werden noch angeboten.
Dies meldet die «Luzerner Zeitung»: Laut Terra-Alta-Ko-Leiterin Anja Zgraggen soll die Geburtsbegleitung im nächsten Frühjahr mit einem Beleghebammen-System wieder starten.
Auch in Luzern ist der Personalmangel der Grund für den Zwischenstopp – derzeit verschärft durch saisonale Krankheitsfälle. Das Geburtshaus war Anfang 2023 eröffnet worden. Der Terra-Alta-Standort in Oberkirch ist nicht von Einschränkungen betroffen – die Schwangeren werden nun darauf verwiesen.
Gegenüber der 'LZ' meldet auch das Luzerner Kantonsspital eine «anspruchsvolle» Lage in der Geburtsklinik, die die Einsatzplanung sei «herausfordernd». Und in der Hirslanden-Klinik St. Anna sei das Team der Geburtenabteilung nicht voll besetzt, aber stabil und eingespielt.
  • Zum Thema: So prekär ist die Situation am Kinderspital Bern. Angestellte des Kinderspitals Bern machen Missstände publik.

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