Neue Zuversicht bei Gesundheit Mittelbünden

Nächstes Jahr soll das Defizit um etwa ein Drittel kleiner sein als in diesem Jahr. Die Personalfluktuation sank deutlich. Die Massnahmen des Frühjahrs zeigten bereits Wirkung.

, 14. November 2025 um 13:24
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Thusis mit dem Spital (M.). |  Bild: Gesundheit Mittelbünden
Die Geschäftsleitung von Gesundheit Mittelbünden – mit dem Spital Thusis im Zentrum – erwartet fürs kommende Jahr 2026 ein besseres Ergebnis: Die Trägergemeinden bewilligten ein Budget mit einem Defizitausgleich von 5,1 Millionen Franken.
Zum Vergleich: Für das laufende Jahr 2025 war ein Defizitausgleich von 7,7 Millionen Franken budgetiert worden.
Das im Frühjahr ergriffene Massnahmen-Paket zeige bereits eine deutliche Wirkung, so die Mitteilung der Stiftung nach der Delegiertenversammlung.
  • Die Kündigungsrate des Personals sei «um ein Vielfaches tiefer als noch im ersten Quartal des Jahres».
  • Sieben von zuvor neun offenen Führungspositionen im ärztlichen, pflegerischen und administrativen Bereich konnten wieder besetzt werden.
  • Die Patientenzahlen im ambulanten und stationären Bereich hätten sich erfreulich entwickelt.
  • Auf Stiftungsebene seien erste Kooperationen lanciert. Neue Kooperationen in Chirurgie, Pneumologie/Schlafmedizin und Urologie stärkten die Patientenversorgung, den ärztlichen Austausch und auch den finanziellen Betrieb der Stiftung.
Zur Stiftung Gesundheit Mittelbünden gehören neben dem Spital Thusis auch eine Spitexorganisation, zwei Praxen sowie der Rettungsdienst. Im März beschlossen die Delegierten, das Spital zu erhalten, allerdings mit einem kleineren Leistungsumfang; dabei sorgte insbesondere die definitive Schliessung der Geburtshilfe für Aufsehen.
«Die Herausforderungen im angespannten Umfeld des Gesundheitswesens bleiben gross», sagt Stiftungsratspräsident Christian Rathgeb: «Mit dem Vertrauen unserer Eigner, gemeinsam mit Stiftungsrat und Geschäftsleitung sowie dank dem grossen Einsatz unserer Mitarbeitenden schreiten wir jedoch stark voran.»
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