Mehr Betten für ältere Patienten: HFR hat «Winter-Dispositiv»

Das Freiburger Spital bereitet sich auf die Wintermonate vor und kann nun mehr geriatrische Patienten behandeln.

, 29. Oktober 2025 um 14:01
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Das HFR Riaz | Bild: Freiburger Spital
Ab 1. November gilt im Freiburger Spital das geplante Winter-Dispositiv: Die stationäre Akutgeriatrie, die geriatrische Rehabilitation und die Rehabilitation nach Atemwegserkrankungen werden ausgebaut. Die kardiovaskuläre Rehabilitation am HFR Riaz und am HFR Meyriez-Murten werden ambulant weitergeführt.
Im Januar kündigte das HFR mehrere Sparmassnahmen, darunter die Reorganisation des Standorts Riaz. Wie geplant gibt es dort ab November nun eine vergrösserte Akutgeriatrie mit 48 statt 32 Betten und auch eine grössere geriatrische Rehabilitation mit 24 statt 22 Betten. Auch die respiratorische Rehabilitation wird um zwei zusätzliche Betten aufgestockt und umfasst künftig 12 Betten. Die restliche Innere Medizin wird ans Kantonsspital in Freiburg verlegt.
Am Standort Tafers erhöht das HFR zudem die Bettenzahl der Inneren Medizin auf 54. Das sei für die Versorgung der hospitalisierten Patientinnen und Patienten während der Wintermonate unerlässlich, schreibt das Spital in einer Mitteilung.

Die Vorteile der Schliessung in Meyriez-Murten

Weil nach der Schliessung der Inneren Medizin in Meyriez-Murten die stationäre Innere Medizin auf zwei Standorte konzentriert ist, werde die Effizienz gesteigert und die mittlere Verweildauer reduziert, betont das Spital. Die Bereitschaftsdienste könnten auf eine höhere Anzahl Kaderärztinnen und -ärzte verteilt werden. «Das wiederum führt dazu, dass die Stellenprofile interessanter werden, was sich positiv auf die Rekrutierung auswirken dürfte», schreibt das Spital.
Auf den derzeit ungenutzten Flächen an den Standorten Meyriez-Murten und Riaz geschieht sollen spezialisierte ambulante Leistungen angeboten werden. Welche genau, ist aber noch unklar.
Die Ankündigung der Sparmassnahmen sorgte Anfang Jahr für Kritik, wie Medinside meldete:
Schliessung der Inneren Medizin in Riaz: Welle von Reaktionen


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