Freiburg lanciert Hotline für Pflege-Berufseinsteiger

Mit der Hotline «StartCare» unterstützt der Kanton Freiburg frisch diplomierte Pflegefachpersonen beim Einstieg in den Berufsalltag und will damit frühe Berufsausstiege verhindern.

, 17. Februar 2026 um 11:52
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Symbolbild: Unsplash
Frisch diplomierte Pflegefachpersonen im Kanton Freiburg erhalten neu Unterstützung beim Einstieg in den Berufsalltag: Der Verein Alumni der Hochschule für Gesundheit Freiburg hat mit «StartCare» eine telefonische Anlaufstelle lanciert, die sich gezielt an Pflegefachpersonen in den ersten Berufsjahren richtet.
Die Hotline wird von Pflegefachpersonen betrieben und bietet eine kostenlose, vertrauliche Beratung bei Fragen, Unsicherheiten und Herausforderungen im Berufsstart.
Hintergrund des Projekts ist die angespannte Personalsituation in der Pflege. Gemäss dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) haben zwischen 2016 und 2018 rund 36 Prozent der tertiär ausgebildeten Pflegefachpersonen im Alter von 20 bis 24 Jahren den Beruf wieder verlassen. Gleichzeitig wird der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal im Kanton Freiburg zwischen 2019 und 2035 voraussichtlich um mehr als 40 Prozent steigen.

Pflegeinitiative

Der Kanton Freiburg unterstützt das Projekt im Rahmen der zweiten Etappe zur Umsetzung der Pflegeinitiative, die auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen abzielt.
Entwickelt wurde «StartCare» vom Vorstand des Alumni-Vereins der Hochschule für Gesundheit Freiburg. Getragen wird das Projekt von einer breiten institutionellen Partnerschaft mit der Hochschule für Gesundheit Freiburg, der Direktion für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg, der OrTra Gesundheit-Soziales Freiburg, der Dargebotenen Hand 143 sowie dem Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK).

«StartCare» ist seit dem 5. Februar in Betrieb und jeweils montags von 17 bis 19 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr erreichbar. Neben der telefonischen Beratung steht auch eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail zur Verfügung. Ziel ist es, den Übergang vom Studium in die Praxis zu erleichtern und junge Fachpersonen langfristig im Beruf zu halten.

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