Wieso spielt ein Drittel der Medizinstudenten nach dem ersten Praktikum mit der Idee, das Studium abzubrechen? Ist das noch ein Traumberuf? Solchen Fragen ging eine neue TV-Reportage in der Romandie nach. «Médecins assistants: La grande désillusion», so der Titel, der schon einiges aussagt.
«Man weiss, dass man viel geben muss. Aber man erwartet nicht, dass man acht Stunden am Computer geben muss», sagt ein jungen Arzt im Film, der nun im Rahmen der Sendung «Temps Présent» auf RTS erschienen ist.
Es geht darin vor allem um die Erwartungen, mit denen junge Medizinerinnen und Mediziner in den Beruf eingestiegen sind – und die Realität der heutigen Assistenzärzte, insbesondere in den Kantonsspitälern HUG und HFR.
Und einmal mehr werden – wie so oft – Dokumentationspflichten, Bildschirmzeit oder 70-Stunden-Wochen zu zentralen Themen. «C’est normalisé», meint ein Arzt zur Falsch-Belastung des Mediziner-Nachwuchses: Es sei nicht normal, aber normalisiert.
Allerdings gehen die Reporter ebenfalls der Frage nach, ob sich hier auch ein Einstellungswandel einer neuen Generation zeigt: Ist sie nicht mehr so belastbar?