Das Kantonsspital Baden (KSB) hat im Geschäftsjahr 2022 seinen Umsatz um knapp zwei Prozent auf 460,2 Millionen Franken gesteigert. Trotz Rekordzahlen bei den Patientinnen und Patienten stellt das KSB eine Diskrepanz zwischen Leistung und finanziellem Ergebnis fest.
Unter dem Strich resultiert ein Betriebsgewinn (Ebitda) von 40,6 Millionen Franken. Die Ebitda-Marge beträgt 8.8 Prozent und liegt damit unter der vom Kanton Aargau geforderten Marke von zehn Prozent.
Damit konnten die finanziellen Ziele im Jahr 2022 nicht vollumfänglich erreicht werden, wie das Spital mitteilt. Das KSB hat die Zielvorgaben des Eigentümers seit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung vor zehn Jahren mit zwei Ausnahmen bislang immer erreicht.
Über 70 Stellen geschaffen
Das Kantonsspital Baden weist in der Mitteilung auf die kontinuierlich «verschlechterten Rahmenbedingungen» für Spitäler hin. Erwähnt werden etwa die nicht kostendeckenden Tarife, die Abgeltung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWL) oder regulatorische Vorgaben. Hinzu kämen die Teuerung und die gestiegenen Energiepreise.
Im Gegensatz zu anderen Spitälern musste das KSB aus Personalmangel allerdings keine Betten schliessen; vielmehr hat es im Geschäftsjahr 2022 über siebzig neue Stellen geschaffen und besetzt, wie in der Mitteilung zu lesen steht.
«Für Spitäler wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein», sagt Spitaldirektor Adrian Schmitter (Bild). Für ihn ist klar: «Ändern sich die Rahmenbedingungen nicht, dann bleibt eine Ebitda-Marge von zehn Prozent illusorisch – nicht nur für das KSB, sondern für die meisten Spitäler.»
Die Zahlen haben noch provisorischen Charakter.