Medien stehen im Ruf, negative Meldungen höher zu gewichten als positive. Da nun landauf landab mit fetten und weniger fetten Schlagzeilen auf die prekäre Situation der Notfallstationen hingewiesen wird, soll in diesem Zusammenhang hier eine positive Nachricht vermeldet werden.
Es geht um Zug, genauer um das Zuger Kantonsspital und die zur Hirslandengruppe gehörende Andreas Klinik in Cham. In einer gemeinsamen Medienerklärung bekräftigten die beiden Spitäler, wie sie rund um den Jahreswechsel die Notfallversorgung «problemlos aufrechterhalten» und die Bevölkerung auch während der Festtage «einwandfrei medizinisch zu versorgen» vermochten.
Kooperation soll ausgebaut werden
Dies sei dank einer frühzeitigen gemeinsamen Planung sowie einem täglichen Austausch zwischen dem Zuger Kantonsspital in Baar und der Hirslanden Andreas Klinik in Cham möglich gewesen. «Die Kooperation zwischen den beiden Spitälern soll weiter ausgebaut werden.»
Diese Mitteilung wäre kaum verfasst worden, wenn nicht die Notfallversorgung in Zug zum Politikum geworden wäre. Wie berichtet, hat der Regierungsrat des Kantons Zug der Hirslandenklinik Leistungsaufträge entzogen. Die stationäre Grund- und Notfallversorgung soll im Kantonsspital konzentriert werden. Wie
hier zu lesen war, zieht Hirslanden den Entscheid der Regierung vor das Bundesverwaltungsgericht.
Weiter steht zudem im Communiqué, wie diese Zusammenarbeit vonstatten geht. «Die tagesverantwortlichen Personen informierten sich gegenseitig über die aktuelle betriebliche Lage», so Matthias Winistörfer, Direktor des Zuger Kantonsspitals.
Kantonsspital hofft auf weitere Zusammenarbeit
Und dann wird der Direktor des Zuger Kantonsspitals auch noch mit den Worten zitiert: «Ziel dieser Kooperation war und wird es auch künftig sein, die verfügbaren personellen und infrastrukturellen Kapazitäten der beiden Spitäler optimal zu nutzen, um alle Patientinnen und Patienten, die unsere Spitäler aufsuchen, möglichst rasch und in gewohnt hoher Behandlungsqualität betreuen zu können.»
Aus diesen Worten kann man nur schliessen, dass Winistörfer am genannten Entscheid des Regierungsrats keine Freude hat, wenn er doch die künftige Zusammenarbeit als Ziel hervorhebt.
Auf die Frage, ob denn diese Interpretation auch richtig sei, antwortet der Spitaldirektor schriftlich: «Während des Beschwerdeverfahrens gilt für die Andreas Klinik die bisherige Spitalliste weiter, somit steht einer Kooperation im Bereich Notfallmedizin nichts entgegen.»