Direktor des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis geht

Pierre-Alain Triverio tritt als Direktor des CHVR zurück. Die Interimsleitung übernimmt die Pflegedirektorin Chrystel Carrupt; und zwar bis mindestens bis Ende Jahr.

, 9. Juli 2025 um 14:44
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Blick auf den Standort Sitten des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis während der Erweiterungsarbeiten im Jahr 2023 | Bild: CHVR, PD
Der Direktor des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis (CHVR), Pierre-Alain Triverio, tritt nach gut zwei Jahren im Amt von seinem Posten zurück. Laut Informationen der Zeitung «Le Nouvelliste» erfolgte der Rücktritt nach einer dreimonatigen Abwesenheit aus gesundheitlichen Gründen und mit sofortiger Wirkung.
Dies ist der zweite grössere Abgang im CHVR in diesem Jahr. Im Februar hatte auch der medizinische Direktor der Einrichtung, Thomas Nierle, seinen Rücktritt angekündigt. Seine Stelle ist bislang noch nicht ausgeschrieben worden. In der Zwischenzeit wird seine Funktion von Eric Bonvin, Generaldirektor des Spitals Wallis, wahrgenommen, der seit kurzem von Pierre Turini, Direktor des Zentralinstituts der Krankenhäuser, und Christophe Sierro von der Kardiologieabteilung unterstützt wird.
  • Das Spital Wallis sucht einen neuen medizinischen Direktor in Sitten. Thomas Nierle, der medizinische Direktor des CHVR, hat seinen Rücktritt angekündigt. Dieser Abgang wirft Fragen auf: Wird die derzeitige Organisation stark genug sein, um den reibungslosen Betrieb des künftigen Spitalzentrums zu gewährleisten?
Was die Interimsleitung des CHVR betrifft, so wird diese nun von Chrystel Carrupt, der Pflegedirektorin des Zentrums, übernommen. «Sie wird von Alain Boson, Oberpfleger des Pols für Psychiatrie und Psychotherapie, unterstützt, der die Rolle des stellvertretenden Pflegedirektors übernehmen wird», erläuterte Eric Bonvin gegenüber «Le Nouvelliste».

An der Schwelle zu einer Umstrukturierung

Diese beiden Abgänge, die von der Direktion offiziell auf «persönliche Entscheidungen» zurückgeführt werden, erfolgen zu einer Zeit, in der das CHVR an seinem Standort in Sitten ein umfangreiches Erweiterungs- und Umstrukturierungsprojekt durchführt. Ziel ist es, die gesamte Operationstätigkeit in diesem Spital zusammenzufassen. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Die Anzahl der Operationssäle wird von sechs auf vierzehn erhöht, die Kapazität der stationären Betten von 257 auf 400 und die der ambulanten Betten von 11 auf 50.
Auf die Frage von «Le Nouvelliste» nach den Fristen für die Ausschreibung der freien Stellen verwies Eric Bonvin auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der künftigen Organisation: «Wir warten auf die Entscheidungen des Kantons und des Parlaments über die Verteilung der Disziplinen im Jahr 2027. Solange wir noch nicht wissen, welche Disziplinen künftig am künftigen Standort in Sitten angesiedelt sein werden, können wir keine Stelle ausschreiben, die den Erwartungen entspricht.»
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