Oberländer Spitalgruppen wollen mehr zusammenarbeiten

Die Spitäler FMI im Osten und das Spital STS im Westen rücken näher zusammen. Denn der Kanton sieht nur noch eine Spitalregion vor.

, 21. Januar 2026 um 14:10
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Das Spital Zweisimmen – es gehört zur Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland (STS). | PD
Die Spitäler Frutigen, Meiringen, Interlaken (FMI) und die Spitalgruppe Simmental-Thun-Saanenland (STS) wollen ihre Zusammenarbeit weiter stärken. So lautet die Mitteilung der Verwaltungsräte der beiden Spitalgruppen. Das Zusammenrücken ist eine Folge der Strategie des Kantons Bern: Er will die Gesundheitsversorgung künftig nur noch in vier statt in sechs Region bündeln. Das bedeutet, dass die Spitäler in der Versorgungsregion Berner Oberland mehr kooperieren – oder längerfristig sogar fusionieren sollen.
Die Verwaltungsräte betonen in ihrer Mitteilung, dass die beiden Spitalgruppen in verschiedenen Bereichen bereits erfolgreich zusammenarbeiten:
  • Etwa bei der gemeinsam mit der Inselgruppe gegründete «Radio-Onkologie Berner Oberland», die seit 2009 die Strahlentherapie anbietet.
  • Auch den Verband «Gesundheitsberufe Praktische Ausbildung Berner Oberland» haben FMI und STS gemeinsam mit der Michel-Gruppe und der Stiftung Solina ins Leben gerufen.
  • Im November 2025 wurde die «Gefässchirurgie Berner Oberland» ausgeweitet, so dass Patientinnen und Patienten in einer hochspezialisierten Disziplin näher an ihrem Wohnort beurteilt, behandelt und operiert werden können.
  • Neu ist ausserdem das «Palliative Care Netzwerk Berner Oberland», das schwerkranke Menschen betreut.

Verwaltungsräte erkennen «Ausbaupotenzial»

Karin Ritschard Ugi, Verwaltungsratspräsidentin der Spitäler FMI und zwischenzeitlich auch CEO, sowie Thomas Straubhaar, Verwaltungsratspräsident des Spitals STS, sind sich aber bewusst, dass sie ihre Zusammenarbeit noch ausbauen sollten. «Nur so können wir dem Fachkräftemangel und dem hohen finanziellen Druck erfolgreich begegnen», lässt sich Ritschard Ugi zitieren. Und Thomas Straubhaar fügt hinzu: «Die Gesundheitsdirektion gibt uns mit dem 4+-Regionen-Modell die Stossrichtung vor, diese gilt es umzusetzen.»
Erste Resultate sind voraussichtlich im Frühjahr 2026 zu erwarten.
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